Pfarrheim St. Matthäus wird nicht aufgegeben

Ersatzbau garantiert

Das Pfarrheim der Gemeinde St. Matthäus wird in Zukunft nicht aufgegeben. Das machte Pfarrer Martin Peters unmissverständlich deutlich. Ob es 2018 allerdings saniert und umgebaut oder abgerissen und in der Gemeinde neu gebaut wird, ist noch nicht klar.

Wulfen

, 08.11.2016, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pfarrheim St. Matthäus wird nicht aufgegeben

Zwei Einfamilienhäuser werden auf dem Grundstück gegenüber dem Matthäusheim gebaut.

Die letzten Vorbereitungen für den Umzug der katholischen Familienbildungsstätte (FBS) ins Matthäusheim Anfang Dezember laufen auf Hochtouren. Alle Gruppen und Vereine haben mittlerweile ein Übergangsquartier gefunden. Dennoch gibt es Befürchtungen, ob diese Entwicklung der Anfang vom Ende der Wulfener Gemeinde sein könnte.

Bebauung mit zwei Wohnhäusern

„Eins der benachbarten Grundstücke ist schon für die Bebauung vorbereitet. Was wird als Nächstes abgerissen und vermarktet, der Matthäuskindergarten, das Matthäusheim oder gar die Kirche?“, bat uns ein besorgter Bürger, den aktuellen Stand nachzufragen. In der Tat steht die Bebauung des an den Kindergarten angrenzenden Grundstücks mit zwei Wohnhäusern kurz bevor. „Schade, dass dafür die alten Eichen gefällt wurden“, bedauert Gottfried Roring, der das Gelände zuvor für seine Schafe nutzen konnte. 

Als einziger landwirtschaftlicher Betrieb mitten im Stadtteil genießt der Hof Roring Bestandsschutz und damit das Recht, dass im Radius von 80 Metern um den Hof nicht gebaut werden darf. Konsequenz: Nicht das gesamte Gelände, sondern nur der Rand wird mit besagten zwei Familienhäusern bebaut. Wie die Vermarktung sich entwickelt, bleibt abzuwarten, doch eins kann Pastor Martin Peters heute schon definitiv bestätigen: „Die grundsätzliche Genehmigung des Bistums liegt vor: Einen Pfarrheim-Ersatzbau St. Matthäus wird es auf alle Fälle geben.“

Standort noch offen

Nur der Standort sei noch offen: „Es liegt in der Entscheidung der Kirchengemeinde, das Pfarrheim an der Dülmener Straße 31 nach dem Auszug der Familienbildungsstätte in circa zwei Jahren sanieren, auf die vorgeschriebenen maximalen 300 qm verkleinern und umbauen zu lassen, oder zu überlegen, ob es sinnvoller sei, einen Neubau in direkter Nähe der Kirche zu errichten“, nennt Pfarrer Peters die Optionen.

Bekanntermaßen wird die katholische Familienbildungsstätte an dem Standort der ehemaligen St. Johanneskirche (Marler Straße) untergebracht und dort 2018 ihre Angebote für Dorsten und Marl bündeln. Seniorenstube nutzen Im Moment ist Pfarrer Peters erst einmal froh, dass alle Gruppen, die wegen der künftigen zweijährigen Übergangsnutzung ihres Pfarrheims durch die FBS nach neuen Bleiben suchen mussten, untergekommen sind. In den letzten Tagen hat sich auch die Situation für den Kirchenchor geklärt: Er kommt jetzt im Pfarrsaal von St. Barbara (Barkenberg) unter. Und noch eine gute Meldung: „Wir gewinnen auch die ehemalige Seniorenstube als Raum dazu“, sagt Pastor Martin Peters.

Das für vergangenen Montag (7.11.) terminierte Liegenschaftsgespräch im Bistum Münster, in dem auch das Matthäusheim in Dorsten-Wulfen besprochen werden sollte, wurde kurzfristig abgesagt. Der nächste Gesprächstermin ist für Mitte Januar 2017 vereinbart.

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