Peter Büning ist fassungslos, mit welcher Brutalität Unbekannte sein Pferd misshandelt haben. Die tote Stute hat er mit einer Plane abgedeckt. © Guido Bludau
Tierquälerei

Pferdehalter zieht nach bestialischer Tierquälerei Konsequenzen

Nach einer bestialischen Tierquälerei in Dorsten zieht der Tierhalter Konsequenzen. Für Hinweise auf den oder die Täter hat er eine Belohnung ausgesetzt. „Das sind kranke Menschen!“

Fassungslos steht Peter Büning am Tag nach der grausamen Tat auf der kleinen Weide jenseits der Borkener Straße. Er blickt auf die Plane, unter der ein totes Pferd liegt. „20 Jahre ist hier bis auf einen Einbruch nichts passiert – und nun das“, sagt der Dorstener am Sonntag.

Polizei: „Formen übelster Tierquälerei“

Passanten hatten am Samstagvormittag die leblose Stute in Holsterhausen entdeckt. „Im Rahmen der Nachschau“, so heißt es im Polizeibericht, „mussten nicht nur der Tod des Tieres, sondern Formen übelster Tierquälerei festgestellt werden.“ Dem Pferd wurde demnach der Bauch aufgeschlitzt und ein Ohr abgetrennt. „Der oder die Täter haben es als Trophäe mitgenommen“, sagt Peter Büning. „Das sind doch kranke Menschen!“

Die tote Stute gehörte Peter Büning und seiner Frau. Sie wohnen nicht weit von der Weide entfernt. Nach dem grausamen Fund haben sie ihr Pferd mit einer Plane abgedeckt. Dünne Pfähle und Flatterband trennen den Bereich von der übrigen Weide ab. Der leblose und fürchterlich zugerichtete Tierkörper soll Anfang der Woche abtransportiert werden.

Grausame Tierquälerei in Dorsten
Über diesen Zaun sind der oder die Täter auf die Weide gelangt, glaubt Peter Büning. © Guido © Guido

Von der Polizei gab es am Wochenende zunächst keine weiteren Details zum Tathergang. Peter Büning weiß allerdings, dass der oder die Täter vom hinteren Bereich über einen Zaun auf die Weide gekommen sind. „Da waren Spuren zu sehen.“ Der Tatort liegt abgelegen von der Borkener Straße. Peter Büning hofft dennoch, dass in der Nacht zu Samstag jemand etwas bemerkt hat.

Pferdehalter setzt Belohnung aus

Der Pferdehalter hat eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. „Vielleicht fällt die Belohnung auch noch etwas höher aus“, sagt er. Befreundete Firmen wollen die Summe möglicherweise aufstocken.

Aus dem schrecklichen Vorfall ziehen der Holsterhausener und seine Frau jetzt Konsequenzen. „Wir werden nach fast 20 Jahren die Pferdehaltung an dieser Stelle aufgeben“, sagt Peter Büning. „Noch einmal könnten wir so etwas nicht ertragen.“

In den sozialen Netzwerken äußerten sich am Wochenende viele Menschen entrüstet über die Tat. „Das bricht einem das Herz. Was kann einen Menschen antreiben, so etwas zu tun?“, schrieb beispielsweise eine Frau. Teilweise gab es allerdings auch drastische Forderungen, was mit dem oder den Tätern gemacht werden müsste, sollten sie gefasst werden.

Hinweise erbittet die Polizei unter Telefon 0800 2361 111.

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Guido Bludau
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