Pilotprojekt: Dorstener Förderschulen werden Kompetenzzentrum

DORSTEN Seit sechs Monaten arbeiten die Schulen bereits mit einer vorläufigen Genehmigung, doch seit ein paar Tagen ist per Ministeriumsschreiben alles hochoffiziell: Die Förderschulen Von-Ketteler-Schule, Korczakschule und Astrid-Lindgren-Schule nehmen gemeinsam am Pilotprojekt „Kompetenzzentren“ teil. Und das als einzigartiger Verbund in NRW.

von Von Michael Klein

, 23.01.2009, 17:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jugenddezernent Gerhard Baumeister

Jugenddezernent Gerhard Baumeister

Mehr als 500 Dorstener Kinder haben Förderbedarf, „wir hoffen, dass durch das Pilotprojekt diese Zahl sinken möge“, erklärten die Schulleiter Margerete Kannengießer (Ketteler-Schule), Luitgard Blömer (Lindgren-Schule) und Werner Landmann (Korczak). Sie haben eine Steuergruppe ins Leben gerufen, die inzwischen ein Konzeptpapier und einen Stufenplan entwickelt haben. Unter anderem sind die gezielte Förderung von Schulneulingen vorgesehen, die bessere Vernetzung mit den Kindergärten. Die Informationswege sollen durchlässiger werden, in allen Schulen werden besondere Ansprechpartner benannt.

Zudem kommen außerschulische Partner ins Boot: Kirchen, Vereine, Verbände, Gesundheitsamt, auch die Pelz-Anfelder-Stiftung gehört zum Förderer-Fundament. Gleichzeitig bleiben die bewährten Förderorte für Kinder und Jugendliche bestehen. Die Schulleiter gehen davon aus, dass die Pläne über die dreijährige Pilotphase hinaus weiter entwickelt werden. Dass das Land ein großes Interesse daran hat, dass die Kompetenzzentren ein Erfolg werden, machen die Dorstener Schulen an einer Tatsache fest: Ihnen wurden bereits sieben neue Lehrkräfte bewilligt – mit unbefristeten Verträgen wohlgemerkt.

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