Politik gibt den Startschuss für die „neue Mitte“ in Deuten

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Kindergarten und Grundschule haben wenig Spielmöglichkeiten, die Erwachsenen kaum Platz zum Sitzen, die Wege sind unbefestigt: Der Kirchvorplatz in Deuten soll aber bald attraktiver werden.

Dorsten, Deuten

, 03.09.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Grundschule bekommt draußen ein grünes Klassenzimmer und neue Spielgeräte. Vor dem Kindergarten entstehen ein Wassertretbecken, ein Balancier-Balken und ein Sinnesgarten. Und mitten auf dem Platz zwischen Kirche und Pfarrheim wird eine Sitzgruppe aufgestellt, eine neue Beleuchtung installiert und eine Geschichtsstation informiert über die Deutener Historie - so soll ein Treffpunkt entstehen, der auf nunmehr befestigten Wegen barrierefrei zu erreichen ist.

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Noch sind es lediglich erste Pläne, die bei einem Workshop Ende des vergangenen Jahres erarbeitet worden sind. Doch die Ideen für den neuen Dorfplatz in Deuten sind ihrer Verwirklichung am Dienstag einen gewaltigen Schritt näher gekommen. Denn der Umwelt- und Planungsausschuss beauftragte die Stadtverwaltung, einen konkreten Plan-Entwurf für die neue „Deutener Mitte“ erstellen lassen, der dann in den Jahren verwirklicht werden soll.

Mit Heimatverein und Stadtteilkonferenz

Die Pläne für die Neugestaltung sollen in Kooperation mit dem Heimatverein Deuten und der Stadtteilkonferenz „Deuten vereint“ entwickelt werden. Stadt und Kirchengemeinde haben als Eigentümerinnen der betreffenden Grundstücke haben bereits ihre Zustimmung gegeben.

So sehen die ersten Ideen aus, die bei einem Workshop in Deuten entwickelt worden sind.

So sehen die ersten Ideen aus, die bei einem Workshop in Deuten entwickelt worden sind. © Planungsbüro Kemper

Und mit Fördermitteln ist auch zu rechnen. Wie die Stadt mitteilt, hat die zuständige Arbeitsgemeinschaft der „Vitalregion Hohe Mark“ im Juni dieses Jahres beschlossen, die Planungen für den Dorfplatz in dieses regionale Förderprogramm aufzunehmen. Die formale Beantragung bei der Bezirksregierung Münster läuft.

Planung kostet 20.000 Euro

Rund 20.000 Euro soll die Entwurfsplanung kosten, die bis Dezember 2020 stehen muss. Ungefähr drei Viertel der Kosten dafür würde die „Vitalregion Hohe Mark“ übernehmen, den Eigenanteil übernehmen Kirche, Stadt und die Bürgerschaft. Auf Grundlage des Entwurfs soll dann entschieden werden, wie der Bereich in den nächsten Jahren umgebaut wird.

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Die Stadt geht davon aus, dass auch für den eigentlichen Umbau öffentliche Gelder aus den unterschiedlichen Strukturprogrammen zur Dorferneuerung beantragt werden können.

Radspange führt vorbei

Erste Gespräche über den neuen Dorfplatz in Deuten kamen im Zuge der ebenfalls von der „Vitalregion Hohe Mark“ geförderten „Radspange“ von Rhade an die Lippe auf. Dieser Radweg führt auch durch die Deutener Dorfmitte. die sich nach Wünschen des Heimatvereins nicht nur den Besuchern künftig attraktiver präsentieren, sondern auch den Kita- und Grundschulkindern bessere Spielmöglichkeiten bieten soll.

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