Polizei nimmt Serienbrandstifter (31) fest

Feuer im Westgraben und Telgenkamp

Festnahme nach Brandstiftung: Bei einem Feuer am Westgraben wurden am Sonntag mehrere Häuser beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von über 100.000 Euro. Nun konnten die Ermittler einen Verdächtigen festnehmen. Es war nicht seine erste Tat.

DORSTEN

13.09.2012, 16:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Nacht zu Donnerstag musste die Feuerwehr einen Dachstuhl in Holsterhausen löschen.

In der Nacht zu Donnerstag musste die Feuerwehr einen Dachstuhl in Holsterhausen löschen.

Das letzte Feuer war des Schlechten zu viel: Der Haftrichter schickte gestern einen geständigen Feuerteufel (31) aus Dorsten in Untersuchungshaft. Der Mann ist nicht nur verantwortlich für den Brand Sonntagnacht mit verheerenden Folgen an einem Geschäftshaus am Westgraben. Er ist nach bisherigen Ermittlungen der Polizei ein gefährlicher Serienbrandstifter.

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Brand im Dachstuhl

In der Nacht zu Donnerstag brannte ein Dachstuhl in Holsterhausen völlig aus.
01.02.2012
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In der Nacht zu Donnerstag musste die Feuerwehr einen Dachstuhl in Holsterhausen löschen.© Bludau
Bei Minusgraden mussten die Feuerwehrmänner einen Dachstuhl löschen.© Bludau
Die Wohnung war nach dem Brand nicht mehr bewohnbar.© Bludau
Der Dachstuhl brannte völlig aus.© Bludau
Bis in die frühen Morgenstunden waren die Feuerwehrmänner damit beschäftigt, den Brand zu löschen.© Bludau
Nicht nur das Feuer, auch Rauch machte den Einsatzkräften zu schaffen.© Bludau
Bei Temperaturen bis -10 Grad kämpften die Feuerwehrmänner in Holsterhausen gegen die Flammen.© Bludau
Bis in die frühen Morgenstunden waren die Einsatzkräfte mit dem Löschen des Dachstuhls beschäftigt.© Bludau
Aufgrund der eisigen Temperaturen musste ausgelaufenes Löschwasser sofort abgestreut werden.© Bludau
Nachdem das Feuer gelöscht war, wurden die Bewohner zu Angehörigen gebracht. Der Dachstuhl ist unbewohnbar.© Bludau
Starke Rauchentwicklung erschwerte die Löscharbeiten zusätzlich.© Bludau
Mehrere Stunden lang waren die Feuerwehrmänner damit beschäftigt, den Brand zu löschen.© Bludau
Von allen Seiten kämpften die Feuerwehrmänner gegen das Feuer.© Bludau
Der Dachstuhl ist nach dem Feuer unbewohnbar.© Bludau
Bis in die frühen Morgenstunden waren die Feuerwehrmänner im Einsatz.© Bludau
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Beim Feuer in der Altstadt entstand ein grob geschätzter Schaden in Höhe von 100.000 Euro. Die Situation war für die Bewohner der Häuser äußerst brenzlig. Sie mussten evakuiert werden, weil die Flammen meterhoch bis in die zweite Etage geschlagen waren. Bewohner berichteten der Polizei, dass das Feuer an mehreren Stellen aufgeflammt war. Ein Indiz dafür, dass ein Brandstifter seine Hände im Spiel hatte.Schaden: 100.000 Euro Außerdem soll der 31-Jährige in den Jahren 2010 bis 1012 elfmal an verschiedenen Stellen in Dorsten gezündelt haben. Meist blieb es bei kleineren Feuern mit geringen Schäden. Einmal allerdings wurde ein Haus am Telgenkamp ein Raub der Flammen. Auch hier war der Sachschaden gewaltig: 100.000 Euro. Viel schlimmer noch: Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz verletzt.Als die Feuerwehr seinerzeit in der Februarnacht am Einsatzort am Telgenkamp in Holsterhausen eintraf, schlugen ihr schon die Flammen entgegen. Der Dachstuhl des Wohn- und Bürogebäudes brannte lichterloh. Zwei Bewohner des Hauses konnten rechtzeitig gerettet werden.Geständnis Die Untersuchungen an der Brandstelle am Westgraben hatte die Polizei auf die Spur des Tatverdächtigen geführt. Auf Grund der weiteren Ermittlungen ergaben sich Verdachtsmomente gegen den in der Nähe des Brandortes wohnenden 31-jährigen Dorsteners. In seiner Vernehmung gestand der Mann dann auch, das Feuer gelegt zu haben. Dann brachen wohl alle Dämme und er erleichterte sein Gewissen um weitere Straftaten. So übernahm er die Verantwortung für den Gebäudebrand am Telgenkamp in Holsterhausen sowie weitere elf Kleinbrände zwischen 2010 und 2012. Trotz seines Geständnisses tappen die Ermittler im Dunkeln: Warum er die Brände legte, verschwieg er den Vernehmungsbeamten nämlich.U-Haft Die Eingeständnisse des Täters wird die Geschäftsleute kaum trösten können. Ihr Schaden ist gewaltig. Das Modegeschäft „Madonna“ in der Lippestraße muss seine gesamte hochwertige Kollektion wegen des Rauchschadens aussortieren. Außerdem bleibt das Ladenlokal für Wochen geschlossen, weil es renoviert werden muss. „Zweirad Buchholz“ büßte im Hof etliche Zweiräder ein, Lager- und Werkstatträume wurden in Mitleidenschaft gezogen, auch hier muss renoviert werden, während der Täter in U-Haft sitzt.

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