Polizei, Ordnungsamt und Vestische nehmen Maskenmuffel ins Visier

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Mehr als 5000 Fahrgäste wurden bei einer mehrtägigen Schwerpunktkontrolle überprüft. Im Ergebnis sieht die Vestische die Eindrücke ihres Personals aus den vergangenen Wochen bestätigt.

Dorsten

, 14.09.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Vestische hat gemeinsam mit Polizei und Ordnungsämtern vom 2. bis zum 9. September Maskenverweigerer in Bussen sowie an Zentralen Omnibus-Bahnhöfen und Bushaltestellen ins Visier genommen. Kontrolliert wurden insgesamt 5133 Personen im Kreis Recklinghausen, in Bottrop und in Gelsenkirchen-Buer.

Von den kontrollierten Personen hielten sich nach Angaben der Vestischen 23 nicht an die Maskenpflicht in Bussen, an den ZOB oder den Haltestellen. Das entspricht einer Quote von 0,45 Prozent. Die Maskenmuffel müssen nun 150 Euro Bußgeld zahlen. Zahlen zur Verstößen in einzelnen Städten des Kreises Recklinghausen liegen nicht vor.

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„Die Zahlen bestätigen den Eindruck des Prüf- und Fahrpersonals aus den vergangenen Wochen: Die überwiegende Mehrheit hält sich an die Regeln“, teilte die Vestische mit.

Man bekomme relativ viele Hinweise auf Verstöße gegen die Maskenpflicht, etwa über Facebook, sagt Jan Große-Geldermann, Sprecher der Vestischen: „Gefühlte Wahrheit und tatsächliche Zahlen decken sich aber nicht immer.“ Wer ohne Maske im Bus unterwegs sei, falle definitiv auf. „Aber natürlich erwischen wir auch nicht jeden.“

Viele vermeintliche Verweigerer haben ein Attest

Und dann gibt es ja auch noch die, die aus gesundheitlichen Gründen von der Maskenpflicht befreit sind und ein entsprechendes Attest vorlegen können. „Das sind nicht wenige, die mit Attest und vernünftigen Gründen ohne Maske in den Bus kommen“, so Große-Geldermann. Grundsätzlich seien die Zahlen nach der ersten in dieser Form durchgeführten Schwerpunktkontrolle aber gut.

Und dennoch: „Jeder einzelne Maskenverweigerer ist einer zu viel und gefährdet die Gesundheit aller anderen im Bus“, sagt Vestische-Geschäftsführer Martin Schmidt. Grundsätzlich gilt: Wer ohne Attest keine Maske trägt und erwischt wird, muss den Bus an der nächsten Haltestelle verlassen. Die rund 750 angestellten Fahrer und Fahrerinnen setzen das Hausrecht notfalls auch mit Hilfe der Ordnungsbehörden durch - so wie zuletzt bei der Schwerpunktkontrolle.

Mehr als 250 Schwarzfahrer erwischt

Damit Maskenverweigerer nicht sofort auf die Kontrollen aufmerksam wurden, führten ausschließlich Mitarbeiter der Vestischen die Kontrollen in den Bussen durch. Die uniformierten Kollegen der Ordnungsbehörden folgten den Bussen in Autos und stellten Bußgeldbescheide aus, wo es nötig war.

Weniger erfreulich waren die Schwarzfahrer-Zahlen: 259 Fahrgäste waren ohne gültigen Fahrschein unterwegs, also 5 Prozent der kontrollierten Personen. „Das waren schon mal weniger“, sagt Große-Geldermann. „Aber auch schon mal mehr.“

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