Pottsteine finden auch in Dorsten immer mehr Fans

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Sie tauchen überall auf, im Park ebenso wie in der Innenstadt: Fantasievoll gestaltete Steine, die bemalt oder mit Lebensweisheiten und aufmunternden Sprüchen beschrieben sind.

Dorsten

, 03.03.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hinter der Aktion steckt die Gruppe #Pottsteine, ein Zusammenschluss von Hobbykünstlerinnen aus dem gesamten Ruhrgebiet. Sie bemalen ihre Steine und verteilen sie überall dort, wo sie auch gefunden werden können.

Steine dort aussetzen, wo genug Publikumsverkehr ist

„Am besten setzt man die Steine dort aus, wo genug Publikumsverkehr ist“, so Tanja Sonntag, Mitglied der Gruppe #Pottsteine. Typische Ablageorte sind Stromkästen, Zaunpfosten, Bushaltestellen und Sitzbänke. Wer einen findet, postet ihn mit Foto und dem Fundort in der Gruppe #Pottsteine bei Facebook. Man darf den Stein behalten oder noch besser, man setzt ihn wieder an anderer Stelle aus.

Die Künstlerinnen Rosi Soggeberg, Tanja Sonntag und Ursula Möllmann brachten ein kleine Auswahl ihre Steine mit zum Treffen. Insgesamt haben die drei Damen bereits rund 700 Steine bemalt.

Die Künstlerinnen Rosi Soggeberg, Tanja Sonntag und Ursula Möllmann brachten ein kleine Auswahl ihre Steine mit zum Treffen. Insgesamt haben die drei Damen bereits rund 700 Steine bemalt. © Ralf Pieper

Kürzlich trafen sich Mitglieder der Gruppe im Mezzomar auf dem ehemaligen Zechengelände in Hervest. Diese Treffen, initiiert von der Dorstener Künstlerin Rosi Soggeberg, sollen zukünftig regelmäßig stattfinden. Das nächste Treffen ist am 5. April ab 17 Uhr wieder im Mezzomar geplant. Am vergangenen Samstag (29.2.) brachten die „Steinmalerinnen“ einige ihrer kleinen bunten Werke mit.

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Rosi Soggeberg beschreibt: „Jeder Stein wird gesäubert, die Vorderseite aufwendig bemalt mit Acrylfarbe, die Rückseite beschriftet mit dem Logo der Gruppe, anschließend das Ganze versiegelt, damit die Farbe bei Regen nicht verläuft. Tabu ist das Bekleben mit Aufklebern, Plastik, Glitzer oder anderen umweltbelastenden Materialien.“

Pottsteine

Farbenfrohe Motive schmücken die Steine. © Ralf Pieper

Die Lust am Bemalen der Steine findet immer mehr Anhänger deutschlandweit und auf der ganzen Welt. Man platziert die bunten Steine überall und freut sich, wenn sie gefunden werden. Der Trend des Steinebemalens kommt aus den USA, dort bekannt unter dem Namen „painted rocks“.

Kunstwerke sollen Freude bereiten und reisen

Die Kunstwerke sollen Freude bereiten und reisen. „Ich habe einige Steine einer Freundin mitgegeben, die zur Zeit Urlaub in Kanada macht und meine Steine dort verteilt“, sagt Rosi Soggeberg. „Unsere kleinen Kunstwerke sollen den Menschen, die sie finden, ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, sagt Ursula Möllmann, ebenfalls Mitglied der Gruppe. „Und das überall auf der Welt!“

„Es geht darum, für andere etwas Gutes zu tun“, betont Tanja Sonntag. „Es macht so viel Spaß, sich mit anderen Leuten in der Gruppe auszutauschen. Wir freuen uns über jeden Post von Findern bei Facebook. Es gab auch schon bewegende Mitteilungen, dass unsere Steine zu Glücksbringern für erkrankte Kinder wurden.“

„Mit offenen Augen durch die Welt“

„Seitdem es diese Aktion gibt, gehe ich mit offeneren Augen durch die Welt“, beschreibt Rosi Soggeberg einen Nebeneffekt der Steinmalerei und des Steinesuchens. Zustimmendes Nicken von den anderen Gruppenmitgliedern.

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