Projekt hat sich für Kettler-Schule gelohnt

DORSTEN Für die Dorstener Von-Ketteler-Schule hat sich die Teilnahme am kreisweiten Modellprojekt „Selbstständige Schule“ gelohnt. „Wir sind eine richtige Teamschule geworden“, zog Schulleiterin Margarethe Kannengießer im Schulausschuss am Donnerstag Bilanz.

von Von Michael Klein

, 13.05.2008, 15:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Schulstunden wurden an der Von-Kettler-Schule auf 30 Minuten gekürzt.

Die Schulstunden wurden an der Von-Kettler-Schule auf 30 Minuten gekürzt.

Die Förderschule für Lernbehinderte war neben dem Paul-Spiegel-Kolleg die einzige Dorstener Schule, die während der gesamten sechsjährigen Laufzeit von 2002 bis 2008 an dem Modellvorhaben teilgenommen hat. Nach Angaben von Margarete Kannengießer hat das Kollegium besonders von den Fortbildungsangeboten profitiert. Dadurch sei die ins Leben gerufene Steuergruppe zu einem „Motor für die Schule“ geworden, die bei den krankheitsbedingten Ausfällen von Schulleitung und Vertretung sogar in der Lage war, deren Funktionen zu übernehmen.

Kapitalisierung

Insbesondere die Chance der „Kapitalisierung“ innerhalb des Projekt-Rahmens habe Früchte getragen. Das Geld für Stellen, die nicht besetzt werden konnten, durfte die Schule selbstständig verwalten. „Dadurch konnten wir unser Projektangebot deutlich erweitern“, so die Schulleiterin. Auch das Zeitraster der Schulstunden habe die Schule unbürokratisch auf 30 Minuten ändern können: „Unsere Schüler können einfach nicht die Konzentration für eine Dreiviertelstunde aufbringen.“ Über den Projekt-Zeitraum hinaus wird zudem die Schüler-Mitbestimmung erhalten bleiben.

Ziel verfehlt

Trotz der positiven Erfahrungen, die die Förderschule gemacht hat, das eigentliche Ziel hat das Projekt laut Abschlussbericht indes verfehlt: „Der Aufbau einer regionalen Bildungslandschaft im Kreis ist nicht gelungen“, heißt es. Auch, weil weder Gymnasien noch Realschulen teilgenommen haben. Petrinum-Chef Wolfgang Gorniak erklärte warum: „Angesichts des Arbeitsaufwandes und der vielen bürokratischen Vorgaben auf anderen Feldern sahen wir uns als große Schule außer Stande, das zu bewältigen.“ Margarete Kannengießer betonte, dass für sie der kreisweite Aspekt zweitrangig sei: „Zuerst einmal müssen wir dafür sorgen, dass wir eine Bildungsregion Dorsten hinkriegen.“ Denn es sei schwierig, die vielen verschiedenen Schulträger unter einen Hut zu bringen.

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