Quecksilber-Skandal: Ex-Manager müssen ins Gefängnis

Urteile am Landgericht Essen

Die beiden ehemaligen Manager des Dorstener Recycling-Unternehmens "Dela" müssen ins Gefängnis. Das Essener Landgericht hat bis zur drei Jahre und neun Monate Haft verhängt. Die Angeklagten hatten illegal Quecksilber verkauft und dafür Millionen kassiert.

Dorsten/Essen

21.12.2016, 13:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Quecksilber-Skandal: Ex-Manager müssen ins Gefängnis

Die beiden ehemaligen Manager des Dorstener Recycling-Unternehmens "Dela" wurden gestern zu Haftstrafen verurteilt.

Die beiden Manager hatten 2011 damit begonnen, ohne Genehmigung Quecksilber zu exportieren. Im Urteil ist von insgesamt knapp 900 Tonnen die Rede. Das Schwermetall wurde auf Lastern in die Schweiz, nach Griechenland und nach Holland gebracht und von dort weltweit weiterverkauft. Um die illegalen Transporte zu tarnen, waren die mit Quecksilber beladenen LKW mit Erde aufgefüllt worden.

Laut Urteil haben die beiden Manager sich massiv an den Verkäufen bereichert. Jeder von ihnen soll rund elf Millionen Euro erhalten haben. Einer hatte sich davon Luxushäuser auf Sylt gekauft.

"Was die Angeklagten getan haben, ist schwerste Umweltkriminaltität", hieß es im Urteil des Essener Landgerichts. Außerdem wurden die Ex-Manager wegen Betruges und Steuerhinterziehung bestraft. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar fünf Jahre und neun Monate Haft beantragt. 

Lesen Sie jetzt