Ran an die Schüppe: Unternehmen legten sich für den guten Zweck mächtig ins Zeug

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Was kann es Besseres geben als sonniges Wetter, gute Laune und viel Engagement? All das machte das Dorstener Projekt „Ran an die Schüppe“ am Freitag wieder zum Erfolg.

von Frederik Mordhorst

Dorsten

, 27.09.2019, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt neun Einrichtungen und elf Unternehmen waren am diesjährigen „Schüppentag“ beteiligt. Das Prinzip: Heimische Einrichtungen bewerben sich mit Projekten bei der Stadt und regionale Unternehmen setzen diese dann in Zusammenarbeit mit den Bewerbern um.

14 Bewerbungen, aber nur neun Unternehmen

„Es gibt zwar immer viele Projektideen, allerdings nicht genug passende Unternehmen, die diese auch wirklich umsetzen können“, sagt Günter Aleff von der Windor als Mitorganisator des „Schüppentags“. Deshalb konnten von 14 Projekt-Bewerbungen diesmal nur neun umgesetzt werden. Aber die Unternehmen, die mitmachten, waren mit viel Herzblut und Engagement bei der Sache. „Wir wollen den Menschen etwas zurückgeben“, sagte zum Beispiel Marcus Geismann vom Bestattungshaus Geismann, der in Zusammenarbeit mit dem Malerfachbetrieb Schmidt und der Gärtnerei Brokemper an der Antonius-Grundschule Holsterhausen werkelte.

Kinder der Antoniusschule sind zufrieden

Der Eingangsbereich der Schule wurde neu gestrichen, die Sitzgelegenheiten auf dem Schulhof ausgebessert und der Grünstreifen vor der Mensa neu angelegt. Alles immer unter der Beobachtung der Kinder, die sehr angetan von der Arbeit auf ihrem Schulhof waren. „Die Bänke sind aber schön“, freute sich ein Kind.

Ran an die Schüppe: Unternehmen legten sich für den guten Zweck mächtig ins Zeug

Mitarbeiter des Bestattungshauses Geismann erneuerten die Sitzmöglichkeiten auf dem Schulhof der Antonius-Grundschule in Holsterhausen. © Frederik Mordhorst

Ein anderes Vorhaben wurde im Familienzentrum Hand in Hand umgesetzt. Mit vier Männern von der Wirtschaftsförderung, unter anderem auch Günter Aleff, und einer spontanen Currywurstspende vom „Schlemmereck“ ging es an zwei große Räume, die neu gestrichen werden mussten. Die vier Helfer stammen alle aus verschiedenen Arbeitswelten und waren für dieses Projekt zusammengekommen, um sich ehrenamtlich einzusetzen.

Ran an die Schüppe: Unternehmen legten sich für den guten Zweck mächtig ins Zeug

Zwei Räume wurden im Familienzentrum Hand in Hand gestrichen. © Frederik Mordhorst

Günter Aleff sieht in der Aktion nicht nur einen Mehrwert für die Bewerber, sondern auch einen für die Firmen. Das bestätigt zum Beispiel auch Yannik Seifert, Mitarbeiter von der Eckhard Vornbrock Garten- und Landschaftsbau GmbH. Für ihn sei dieses Projekt eine nette Abwechslung zu seinem Arbeitsalltag. Zusammen mit einem Kollegen und vielen helfenden Eltern hat er einen Barfußpfad für die Kita Am Rehbaum angelegt. Dieser wird nächste Woche eröffnet und soll das taktile Gefühl der Kinder schulen.

Ran an die Schüppe: Unternehmen legten sich für den guten Zweck mächtig ins Zeug

Einen Barfußpfad am Kindergarten "Am Rehbaum" legten die Mitarbeiter von Vornbrock-Gartenbau an. © privat

Interessiert wurde man auch im Hervester Tierheim beobachtet. Dort allerdings nicht von Kindern, sondern von „Benno“, der Ziege. Diese fraß kurzerhand sogar die Bauanleitung auf. Doch auch ohne sie schafften es die Mitarbeiter von Coca Cola, den Unterstand fertig zu bauen und die Holzbalken zu lackieren.

Tierschutzverein fehlt das Geld

„Projekte haben wir genug“, sagte Annika Niemann vom Tierschutzverein, doch das Geld fehlt. Umso dankbarer war sie, als zwei von ihren drei Projekten von Coca Cola übernommen wurden. Diese bezahlten die Baumaterialien, brachten gleich sechs Mitarbeiter mit und sorgten natürlich auch für ausreichend Getränke. „Engagement für das Ehrenamt ist wichtig, nicht nur für große Firmen, wie wir es sind, sondern für alle, die die Möglichkeit dazu haben“, warb Julian Stürcken, Pressesprecher von Coca Cola, um mehr Beteiligung fürs nächste Jahr.

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