Reihenweise Beschwerden über Gestank

Odas Biomassewerk

Die Anlieger des Biomassewerkes von Odas Am Steinwerk in Holsterhausen haben buchstäblich die Nase voll. Der Gestank, der von den gärenden Komposthaufen und dampfenden Holzhaufen ausgeht, raubt ihnen den Nerv.

DORSTEN

von Von Rüdiger Eggert

, 23.11.2011, 16:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Von den Gerüchen der Odas-Anlage in Holsterhausen fühlen sich Anwohner belästigt. 30 Anrufe  gingen bei der Stadt ein.

Von den Gerüchen der Odas-Anlage in Holsterhausen fühlen sich Anwohner belästigt. 30 Anrufe gingen bei der Stadt ein.

Wettersituation hin und her – in den Anwohnern gärt es. Norbert Huxel wohnt an der Straße "An der Vogelstange" und sagt: „Angefangen hat es im Mai, zwei- bis dreimal in der Woche stank es unerträglich.“ Mittlerweile stinke es die ganze Woche über. Ein weiterer Leser, der namentlich nicht genannt werden möchte, hat sogar ein Protokoll über die Geruchsbelästigung in den Sommermonaten geführt. „Am 24. Mai bemerkten wir gegen 23 Uhr im Bereich des Waldsportplatzes unangenehmen Geruch, der sich deutlich von dem Gülledunst der Landwirtschaft abhob“, so ein Auszug aus dem Protokoll, das der Dorstener Zeitung vorliegt . Ergänzt wird das Protokoll mit einer Anmerkung über die Wettersituation. Bei seinen Erkundungsgängen stieß dieser Leser dann auf das Odas-Biomassewerk. Am 10. Juli beschreibt er den Geruch denn auch wie folgt: „Es riecht nach faulenden Wolltextilien in Brackwasser.“ Das ganze Protokoll wurde an die Stadt Dorsten geschickt, die am 11. August schriftlich erwiderte, das Schreiben an das Vestischen Umweltzentrum des Kreises Recklinghausen gesendet zu haben. „Ich warte bis heute auf eine Reaktion“, so unser Leser.

Dass der unangenehme Geruch in den letzten Tagen stets präsent ist, obwohl der Betrieb auf der Odas-Anlage angeblich ruhen soll, können die Anwohner nicht in Einklang bringen. „Auf jeden Fall wurde auch noch nach der Stilllegung an den dampfenden Biomassehaufen gearbeitet“, sagen sie.

Lesen Sie jetzt