Rotarier sind sauer über Bühne vor Eingang

Einbußen beim Bücherbasar

Die Rotarier sind zutiefst enttäuscht. Wegen einer großen Bühne, die direkt vor dem Alten Rathaus zum Herbstfest aufgebaut worden war, fanden viele Besucher nicht den Zugang zum Bücherbasar im Obergeschos im Alten Rathaus.

Dorsten

, 02.10.2017, 15:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

 „Ich bin fürchterlich enttäuscht.“ Drei Monate lang hat Marie-Luise Kur-scheid mit ihren Mitstreitern Bücher geschleppt, gesammelt, aussortiert, eingeordnet, um sie während des Heimatfestes beim traditionellen Rotary-Bücherbasar im Alten Rathaus für einen guten Zweck zu verkaufen, und dann das: „Die Leute haben uns trotz Hinweisschilder nicht gefunden, weil die riesige Veranstaltungsbühne das Alte Rathaus komplett verdeckt hat“, rechnen sie mit einem deutlich geringeren Erlös als in den Vorjahren. 

 

Zudem seien zeitweise auch die ohnehin eingeschränkten Zuwege mit Absperrgittern versperrt gewesen: „Wenn in Dorsten so das Ehrenamt gewürdigt, dann ist das wirklich traurig“, ärgerten sich auch Axel Mohnhaupt und Thomas Kurscheid an der Kasse, die nicht so recht klingeln wollte. Vor zehn Jahren hatte Johan Eykelhoff das Basar-Projekt bei Rotary-Dorsten aus der Taufe gehoben. In dieser Zeit konnten Dorstener Einrichtungen von den daraus gewonnenen Geldern profitieren; vor allem das Projekt „Lesen lernen –Leben lernen“ für Grundschulkinder: Mehr als 15.000 Euro flossen in den letzten zehn Jahren in die Anschaffung von Kinderliteratur.

Besserer Bühnenblick

Warum die größere Veranstaltungsbühne in diesem Jahr nicht vor dem Marktbrunnen, sondern auf der gegenüberliegenden Seite vor dem Alten Rathaus aufgebaut wurde, begründet Carina Schmidt von dem Herbstfest-Veranstalter Interevent so: „Mit der WDR 4-Show hatten wir am Freitagabend einen Top-Act, den möglichst viele Menschen gut verfolgen können sollten. Und da sich der Platz zur Lippestraße hin weitet, war das diesmal der bessere Bühnen-Standort.“

Dieser Aufbau sei den Rotariern auch schon seit Mai bekannt gewesen: „Wir haben ihnen die Bühne ja nicht einfach vor die Nase gesetzt“, bewertet Interevent-Chef Thomas Hein die Rotarier-Kritik als „unglücklich“.

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