Schlägerei während des "Oktoberfestes" endet vor Gericht

DORSTEN Als „bodenlose Frechheit“ bezeichnete der 21-jährige Angeklagte die Vorwürfe gegen ihn. An seiner Verurteilung änderte dies jedoch nichts: Er erhielt eine sechsmonatige Freiheitsstrafe zur Bewährung.

von Von Andre Förster

, 24.03.2009, 07:13 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der angeklagte Hartz IV-Empfänger, der zugab, sich „ein paar Bierchen reingepfiffen“ zu haben, beurteilte die Vorfälle in der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober anders: „Damals war ich auf Bewährung draußen. Außerdem habe ich ein Kind, da mache ich so etwas doch nicht.“ Behauptungen, denen Richterin Regine Heinz keinen Glauben schenkte, zumal der Bruder des Geschädigten, ein 24-jähriger Getriebeschlosser, dessen Aussagen bestätigte: „Der Angeklagte war es hundertprozentig. Ich kenne ihn flüchtig, weil er einmal bei uns im Fußballverein war.“

Der Angeklagte indes versuchte sich weiter zu verteidigen. Er sei schon um 1.30 Uhr vom Oktoberfest verschwunden, zur Tatzeit - 4 Uhr - also gar nicht mehr da gewesen. Auch diese Aussagen rückten den mehrfach wegen Körperverletzung, räuberischer Erpressung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis vorbestraften Dorstener für Richterin Heinz nicht mehr ins rechte Licht. Sie brummte ihm eine sechsmonatige Freiheitsstrafe auf, die wegen der erstmaligen Verurteilung nach Erwachsenenrecht zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der abschließende Rat von Richterin Heinz an den Angeklagten: „Saufen Sie nicht, wenn Sie dann aggressiv werden.“

Lesen Sie jetzt