Schlankheitskur für den Rat?

DORSTEN Wird der Stadtrat nach der Kommunalwahl 2009 schlanker? Oder verringert er seinen Umfang trotz sinkender Einwohnerzahlen nicht? Diese Frage bleibt nach der Sitzung des Wahlausschusses unbeantwortet.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 21.01.2008, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Fest steht, dass sich einige Stimmbezirke verändern werden, weil dort in Rhade, Holsterhausen und Barkenberg die Zahl der Stimmberechtigten eine Korrektur erfordert. "Aber ob der Rat künftig weiterhin in 25 Bezirken gewählt wird oder diese Zahl auf 24 oder sogar 23 Bezirke reduziert, ist eine politische Entscheidung - das neue Gesetz lässt alle Varianten zu", erklärte Dezernent Wolfgang Quallo am Montag mit einer Einschränkung: "Falls Dorsten bis zum amtlichen Stichtag, dem 30. April 2008 noch unerwartet stark an Einwohnern verliert, könnte eine Anpassung zwingend werden."

Vorbild sein

Auch ohne diesen unwahrscheinlichen Fall plädiert die SPD, unterstützt von der FDP, schon heute für eine geringere Zahl von Ratsmandaten. Martin Hagemann (SPD): "46 statt 50 Sitzen würden völlig ausreichen und die Reduzierung den Bürgern signalisieren, dass der Rat beim Sparen den eigenen Bereich nicht ausklammert."

Ludger Samson (CDU) widersprach: "Der Spareffekt wäre äußerst gering. Und in einer Stadt mit einer solch großen Fläche wie Dorsten, das ist zumindest bis heute der Standpunkt unserer Fraktion, sind 50 Ratsmandate angemessen, um alle Ortsteile vernünftig zu vertreten."

Kompromiss-Vorschlag

Am Ende blieb offen, ob dies der Rat mit der CDU-Mehrheit bereits in der nächsten Woche festsetzt oder ob er dem Vorschlag des Bürgermeisters folgt, erst die Einwohner-Entwicklung bis zum 30. April abzuwarten. Thomas Boos (FDP): "Dann wäre vielleicht auch als Kompromiss möglich, sich auf 48 Ratssitze zu einigen." Die Stimmbezirke wird der Wahlausschuss voraussichtlich im Juni 2008 festlegen.

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