Schölzbach tritt wieder über die Ufer

Großalarm für die Feuerwehr

Nach den heftigen Regenfällen in der Nacht zu Freitag ist der Schölzbach in Dorsten erneut über die Ufer getreten. Ein Großaufgebot der Feuerwehr versuchte zu retten, was zu retten ist, doch für Bewohner am Tönsholter Weg war es da schon zu spät.

Dorsten/Schermbeck

, 24.06.2016, 12:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Menschen hatten ihre Gerätehäuser und Nebengebäude gerade wieder trocken bekommen, das rollte am Freitag die nächste Flut an. Anwohner Ralf Gievert: "20 Jahre hat es hier kein Hochwasser gegeben, und jetzt gleich zweimal in kurzer Zeit." Gievert dankte der Feuerwehr am Mittag für die schnelle Hilfe. 

Feuerwehr baut Barrieren aus Sandsäcken

Sechs Löschzüge der Feuerwehr Dorsten waren seit den Morgenstunden damit beschäftigt, Sandsäcke zu füllen, Barrieren zu bauen und den Schaden einzudämmen. Auch die Kollegen aus Gelsenkirchen packten mit an. Im Rathaus kam wie vor 14 Tagen ein Krisenstab zusammen, um die Lage zu erörtern und die geeigneten Maßnahmen einzuleiten. „Sollte sich die Lage verschärfen, trifft sich das Gremium am Samstag wieder“, bestätigte Pressesprecherin Lisa Bauckhorn.  

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Schölzbach tritt über die Ufer

Zum zweiten Mal binnen zwei Wochen ist der Schölzbach am 24. Juni 2016 über die Ufer getreten.
24.06.2016
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Auch der Lippeverband ist alarmiert, Mitarbeiter der Bauhöfe in Dorsten und Haltern kontrollieren kritische Punkte an den Gewässern, mit Kommunen und Feuerwehren steht man im engen Kontakt, um drohende Schäden rechtzeitig zu erkennen. "Derzeit ist die Lage zwar alles andere als entspannt, aber die aktuellen Wasserstände sind beherrschbar", meinte Lippeverband-Sprecher Michael Steinbach am Freitagvormittag.

Sorge bereitet dem Lippeverband jedoch die nächste, für Samstag vorhergesagte Regenfront. Je nach Menge und Verteilung der Niederschläge könnten einzelne Nebenläufe der Lippe weitere erhebliche Wassermengen aufnehmen müssen, die auf die bisher schon hohen Pegelstände obendrauf kommen. Steinbach: "Übers Wochenende sind wir in Hochwasserbereitschaft, um im Falle eines Falles kurzfristig eingreifen zu können."

Einsätze auch in Schermbeck

Die Feuerwehr Schermbeck war doppelt gefordert. In der Nacht zu Freitag schlug ein Blitz in eine Scheune am Rauendahlweg im Ortsteil Dämmerwald ein. Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte ein größerer Brand aber verhindert werden.

Am Freitagvormittag war die Feuerwehr Schermbeck mit allen verfügbaren Einsatzkräften im Ortsteil Damm. Hier sorgte der Starkregen aus der Nacht für überschwemmte Flächen. Von den Wassermassen war auch eine Reithalle an der Hemstege betroffen. Hier versucht die Feuerwehr mit Pumpen und Sandsäcken, das Wasser zurückzudrängen.

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