Schützen bauten Betten für Flüchtlinge auf

Kleiderkammer eröffnet

"Die Hilfsbereitschaft hier im Dorf ist groß und wir alle sind sehr engagiert", sagte Werner Kleine-Vorholt, Vorsitzender des Schützenvereins Dorsten-Lembeck. Rund 35 Schützen traten am Samstagmorgen (10. Oktober) an, um in der ehemaligen Laurentiusschule Betten für die am Montag erwarteten Flüchtlinge aufzubauen.

LEMBECK

, 11.10.2015, 16:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Selbst unsere Jungschützen haben angefragt, ob sie auch helfen können.“ In rund zwei Stunden waren 200 Schlafplätze aufgebaut und Matratzen verteilt.

Aber damit war die Arbeit noch nicht erledigt: IKEA-Schränke wurden angeliefert und mussten außerplanmäßig ebenfalls aufgebaut werden. „Kein Problem“, so Werner Kleine-Vorholt. „Wir haben einige Schreiner unter unseren Schützen und auch das notwendige Werkzeug dabei.“ Weiter wurde ein Container für den Wachdienst aufgebaut und eingerichtet.

Gute Stimmung

In den Räumlichkeiten des ehemaligen Netto-Marktes an der Schulstraße richteten ehrenamtliche Helfer zeitgleich eine Kleiderkammer ein. Der Raum wurde von Manfred Mechlinski zur Verfügung gestellt, dessen Sanitärfirma direkt nebenan ihren Sitz hat. „Die Stimmung ist gut“, beschreibt Christine Stockhoff, eine der zehn ehrenamtliche Helferinnen, die am Samstagmorgen die Kleiderkammer einrichteten.

„Schon in den ersten Stunden nach Öffnung brachten Lembecker Bürger rund 200 Tüten und Kisten mit Kleidung und Spielwaren.“

Leere Koffer

Gebraucht wird vor allem Winterkleidung und festes Schuhwerk. Am Montag kommen weitere Helfer, die die gesamte Kleidung nach Art und Größe sortieren. Ausgediente Schränke der Laurentiusschule dienen als Regale. „Wir benötigen noch leere Koffer, in denen die Flüchtlinge ihre Kleidung transportieren können“, sagt Christine Stockhoff. Anfang der Woche werden die ersten Flüchtlinge erwartet.

Lesen Sie jetzt