Nordrhein-Westfalen hat im Mai sogenannte Lolli-Tests flächendeckend an allen Grund- und Förderschulen eingeführt. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Kritik aus Dorsten

Schulministerium hält Lolli-Test 2.0 für schneller, besser und einfacher

Das Ministerium weist die Kritik von Schulleitern am neuen Lolli-Testverfahren zurück: Es sei schneller, besser und einfacher für alle Beteiligten. Ein neues Labor sei auch schon gefunden.

Die Lolli-Tests an den Dorstener Grundschulen sind auch im neuen Schulhalbjahr trotz des Rückzugs eines der elf in NRW verpflichteten Labore gesichert. Das hat ein Sprecher auf eine Anfrage der Dorstener Zeitung jetzt bestätigt.

„Die Schulen, die bislang von diesem Labor versorgt worden sind, werden von einem anderen im Projekt mitarbeitenden Labor mit versorgt. Die Umverteilung der durchzuführenden Poolproben ist bereits abgeschlossen. Die Schulen sind bereits über diese Umverteilung bzw. Neuzuordnung informiert“, heißt es aus dem Schulministerium.

Die Kündigung des Münsteraner Labors, mit dem die Dorstener Schulen gut zusammengearbeitet haben, sei im Rahmen der Vertragsfreiheit erfolgt. Ob die Kündigung mit dem ab 10. Januar geltenden neuen Prozedere bei den Lolli-Tests in Zusammenhang steht, lässt das Ministerium offen. „Im Rahmen der Vertragsfreiheit steht es selbstverständlich jedem Labor frei, auch über den Jahreswechsel hinaus im Projekt mitzuarbeiten oder auch nicht.“

Das zweite Teststäbchen wartet als „Rückstellprobe“ im Hintergrund

Grundschulkinder werden ab dem 10. Januar an zwei Teststäbchen lutschen. Eines geht in den Pool-Test, das andere wird als „Rückstellprobe“ gleich mit ans Labor geliefert. Schlägt der Pool-Test aus, kann im Labor gleich untersucht werden, welches Kind Corona-positiv ist.

Das verringere laut Schulministerium den Aufwand von Eltern im Fall eines positiven Testergebnisses in der Klasse. Auch die Art der Befundübermittlung sei künftig schneller und direkter: „Bei einem positiven Testergebnis treten die Labore nun direkt mit den Eltern in Kontakt. Das bedeutet eine enorme Aufwandsreduzierung für die Schulen und eine deutlich schnellere Befundübermittlung an die Familien.“

Kinder müssen nicht mehr in Quarantäne aufs Ergebnis waren

Während sich Dorstener Schulleiter bereits skeptisch zum neuen Verfahren geäußert haben, spricht das Ministerium von einer überwiegenden positiven Resonanz aus den Schulgemeinden, weil das neue Verfahren besser, schneller und einfacher für alle Beteiligten sei. Es gebe keine Extra-Proben mehr am Folgetag, die Befundübermittlung erfolge von den Laboren direkt an die Eltern und vor allem müssten keine Kinder mehr zu Hause in Quarantäne auf die Poolauflösung warten.

Die Schulen haben inzwischen den Registrierungsprozess gestartet, denn sie sollen bis zum 30. November die Registrierungsdaten der Schülerinnen und Schüler an die Labore übermitteln. Den Zeitraum bis zum 10. Januar brauche man als Vorbereitungszeit, erklärte der Ministeriumssprecher.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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