Schutz und Hilfe rund um Abzocke per Smartphone

Bei der Verbraucher-Beratungsstelle

Abzocke per Smartphone-Apps mithilfe des WAP-Bezahlsystems - das ist die neueste Masche, mit der unseriöse Firmen kräftig von Vertragskunden der Mobilfunkanbieter kassieren. Auch in Dorsten gibt es Opfer, weiß Verbraucherschützerin Ruth Pettenpohl.

Dorsten

, 15.03.2016, 18:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ruth Pettenpohl informiert über Smartphone-Abzocke.

Ruth Pettenpohl informiert über Smartphone-Abzocke.

"Noch sind es nur zwei, drei Bürger pro Woche, die sich mit dem Problem bei uns in Dorsten melden", sagt Ruth Pettenpohl von der Verbraucherzentrale. "Aber die Dunkelziffer wird viel höher sein."

Denn so manchen Mobilfunkkunden fällt gar nicht auf, dass sie für ein betrügerisches Abo bezahlen müssen. "Weil das manchmal nur fünf Euro im Monat ausmacht oder weil die Bürger gar nicht regelmäßig auf die Rechnung schauen, die sie online bekommen haben", so Ruth Pettenpohl. Deswegen will das Team der Verbraucherzentrale anlässlich des gestrigen Weltverbrauchertages das Thema besonders in den Fokus rücken.

So läuft der Betrug ab

Der Betrug läuft meist so ab: Die Abzocker schalten Werbebanner in die jeweiligen Anwendungsprogramme. "Durch eine unbedachte Berührung besteht die Gefahr, dass der Nutzer ein im Hintergrund laufendes Abo aktiviert", so Pettenpohl. Dank des WAP-Bezahlsystems taucht der Betrag in der monatlichen Mobilfunk-Abrechnung als Sonderdienst von Drittanbietern auf.

"Abo-Anbieter geben aber meist nicht von sich aus ihre Kosten preis, die Kontaktdaten können Betroffene aber über die Kundendienstnummer auf der Rechnung beim Mobilfunkanbieter erfragen." Die Verbraucherzentrale richtet sich nicht gegen das WAP-System an sich, sondern gegen diejenigen, die Schindluder damit treiben. "Schützen könne sich die Verbraucher, indem sie ihre Mobilfunkanbieter beauftragen, eine Sperre gegen Drittanbieter zu verhängen", so Ruth Pettenpohl.

Wie man solche betrügerischen Abos verhindern und loswerden sowie die Beträge per Musterbrief zurückfordern kann, darüber die Dorstener Verbraucherzentrale am Freitag (18. März) bei einem Aktionstag zu diesem Thema ein.

Für Frauen kostenlos

In der Beratungsstelle an der Julius-Ambrunn-Straße 1 zeigen die Verbraucherschützer, wie Ratsuchende bei der Errichtung der Drittanbietersperre technisch einwandfrei Hand anlegen, wie sich von der Abbuchungsplage befreien können. Da der Aktionstag Programmteil der Frauenkulturtage ist, ist eine weitergehende Rechtsberatung für Frauen kostenfrei

Wegen einer Fortbildungsveranstaltung ist die Verbraucherzentrale am Mittwoch (16.3.) geschlossen.

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