Schwer verletzte Radfahrerin: Polizei sucht nach Unfallflucht in Dorsten weiter Zeugen

rnVerkehrsunfall

Ein flüchtiger Autofahrer fuhr im Dorstener Stadtteil Wulfen eine Radfahrerin im Dunkeln an und ließ sie schwer verletzt liegen. Die Polizei ist weiter auf der Suche nach Augenzeugen.

Dorsten, Wulfen

, 27.02.2020, 15:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Update von Donnerstag (15 Uhr): Nachdem am Rosenmontag (24.2.) abends eine Radfahrerin auf der Kreuzung B 58/Hervester Straße schwer verletzt auf der Fahrbahn liegen gelasen worden war, hat die Polizei bei der Fahndung nach dem flüchtigen Unfallfahrer bislang noch keinen Erfolg gehabt. „Die Ermittlungen laufen weiter“, erklärte Pressesprecher Michael Franz, „bislang haben wir aber noch keine Zeugenhinweise bekommen.“

Das Unfallopfer ist übrigens inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden, hat aber weiter mit starken Schmerzen zu kämpfen.

Ursprungstext von Dienstag (12 Uhr): Monika Hiltner kann es nicht fassen. „Was ist das für ein Mensch, der eine Verletzte einfach so auf der Straße liegen lässt?“, ist sie auch noch einen Tag nach dem schweren Unfall ihrer Schwester Andrea K. entsetzt. Deswegen sucht sie nun mit allen Mitteln nach dem Autofahrer, der das 50-jährige Unfallopfer am Montag (24.2.) gegen 20 Uhr angefahren hat und dann geflüchtet ist.

An der Kreuzung gefunden

Am Montagabend gegen 20.30 Uhr erhielt die Wulfenerin Monika Hiltner einen Anruf. Am Telefon ihre Schwester, die ihr mitteilte, dass sie gerade in einem Rettungswagen liege und ins Dorstener Krankenhaus gebracht werde.

Was passiert war? „Daran konnte sie sich nicht mehr erinnern“, sagt Monika Hiltner: „Nur, dass sie auf der großen Kreuzung in der Ortsmitte von Wulfen gefunden wurde.“

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Monika Hiltner versuchte, über eine Nachricht in einer Dorstener Facebook-Gruppe mögliche Zeugen für den Vorfall zu finden. Am Dienstagmorgen kehrte dann zumindest in Teilen das Erinnerungsvermögen bei ihrer Schwester zurück.

Der Unfall passierte an Kreuzung B 58/Hervester Straße am hinteren Fußgängerüberweg.

Der Unfall passierte an der Kreuzung B 58/Hervester Straße am hinteren Fußgängerüberweg. © Guido Bludau

Demnach war sie aus Richtung Barkenberg kommend mit dem Fahrrad von der Arbeit nach Hause gefahren. Zwischen 20 und 20.10 Uhr wollte sie in der vorgeschriebenen Fahrtrichtung den Radfahrer- und Fußgängerübergang der Ampelanlage an der Kreuzung B 58/Hervester Straße in Richung Altwulfen überqueren.

Bekleidet war sie mit einer Sicherheitsweste, sie hatte Blickkontakt mit dem Autofahrer, der zeitgleich grünes Licht bekam. Deswegen dachte sie, dass dieser sie in der Dunkelheit sehen würde.

„Helles Fahrzeug“

Doch der Fahrer, der auf die Weseler Straße Richtung Deuten/Schermbeck abbog, erfasste die 50-Jährige. „Das Letzte, an was sich meine Schwester jetzt noch erinnert, ist der Aufprall und dass es ein helles Fahrzeug war“, so Monika Hiltner.

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Mit schweren Prellungen im Gesicht, an der Hüfte und an den Beinen wurde Andrea K. von dem flüchtigen Autofahrer zurückgelassen. „Ihre ganze linke Seite sieht schlimm aus“, so Monika Hiltner.

Da ihre Schwester gegen 20.45 Uhr im Dorstener Krankenhaus eingeliefert wurde, muss sie rund 20 Minuten hilflos an der Kreuzung gelegen haben, bevor ein vorbeikommendes Pärchen die Rettungskräfte informierte.

Hoher Sachschaden

„Mir ist es unbegreiflich, dass an dieser viel befahrenen Kreuzung nicht schon vorher irgendwelche Radfahrer und Fußgänger meine Schwester gefunden haben“, so Monika Hiltner. Die Wulfenerin hofft, dass sie über öffentliche Aufrufe oder Zeugenhinweise an die Polizei mehr erfährt.

Denn die Unfallschäden an Rad, Brille und Kleidung ihrer Schwester sind beträchtlich. „Und die Unfallversicherung sagt, dass der Verursacher dafür aufkommen muss.“

Augenzeugen können sich bei der Polizei (Verkehrskommissariat Gladbeck) melden. Hinweise an Tel. (0800) 2361 111.
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