Mit dummen und schrägen Fragen startet Fritz Schaefer bei der „Maus“ und bei 1Live durch

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Die Pommes-Soko-Hörspiele machten ihn in Dorsten bekannt. Jetzt startet Fritz Schaefer beim WDR-Hörfunk im neuen Maus-Radiokanal durch. Noch stolzer ist er auf ein eigenes 1LIVE-Projekt.

Dorsten

, 06.02.2020, 05:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Natürlich war auch Fritz Schaefer in ganz jungen Jahren großer Fan der berühmtesten Maus des deutschen Fernsehens. „Ich habe sogar mal meinen Kindergeburtstag in der Maus-Oleum-Ausstellung gefeiert“, erzählt der 22-Jährige.

Dass er nun selbst für das knuffige Nagetier seine kreativen Talente entfalten darf, erfüllt den Dorstener mit „echtem Stolz“. Fritz gehört nämlich zum festen Team der „Sendung mit der Maus zum Hören“.

Je schräger desto besser

Am 1. Dezember hatte der WDR seinen neuen Maus-Digitalradiokanal für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren gestartet. Neben den typischen Maus-Lach- und Sachgeschichten und viel Musik spielen Kinderfragen eine große Rolle. Und die darf Fritz Schaefer beantworten. „Je schräger sie sind, desto besser“, sagt er.

Warum haben Popel unterschiedliche Farben? Warum gibt es einen Papagei und keinen Mamagei? Warum knurrt mein Magen? Das sind nur ein paar der kniffligen Aufgaben, denen Fritz Schaefer bislang auf den Grund gehen musste.

Jeweils drei Minuten lang sind seine Beiträge, mehr als 15 hat er schon produziert - und immer ist Fritz der „Erklärbär“, der für die lieben Kleinen den unterhaltsamen, aber journalistisch immer korrekten Erzählonkel macht.

Hund namens Feuer

Stets begleitet von seinem tierischen „Anspielpartner“, dem treuen Hund namens „Feuer“. Warum heißt er „Feuer“, werden sich jetzt nicht nur Kinder fragen. „Ist doch lustig, wenn man Feuer laut zu sich ruft und alle Leute erschrecken sich“, erklärt Fritz. Ach so!

Seit gut einem Jahr ist Fritz Schaefer, Absolvent des St. Ursula-Gymnasiums, für den WDR als Allzweckwaffe im Einsatz: in Video-Produktionen, als Autor und am Mikro vor allem für „WDR 5 Satire Deluxe“ oder „1LIVE“.

Dass nun auch die „Maus zum Hören“ dazugekommen ist, erstaunt die Dorstener nur wenig - hat er doch auch als Erfinder, Schreiber und Produzent der hiesigen Kinder- und Jugend-Hörspielreihe „Pommes-Soko“ und mit seiner Kinder-Kolumne „Fritz erklärt die Welt“ in einem lokalen Stadtmagazin unter Beweis gestellt, dass er die spielerisch-qualitätvolle Unterhaltung für die Jüngsten beherrscht. Kein Wunder, dass er inzwischen auch in die Nominierungskommission des renommierten Adolf-Grimme-Preises in der Kategorie „Kinder und Jugend“ berufen worden ist.

Mit dummen und schrägen Fragen startet Fritz Schaefer bei der „Maus“ und bei 1Live durch

Fritz Schaefer im feinen Grimme-Preis-Verleihungs-Zwirn. Er gehört zur Nominierungskommission im Film-Bereich "Kinder & Jugend" © Privat

Schon mit 12 Jahren hatte Fritz Schaefer mit seinen Freunden Hörspiel-Kassetten produziert. „Die habe ich immer zum WDR-Kinderradio geschickt“, erzählt er. Als er nun selbst beim WDR tätig wurde, erinnerte sich Ulla Illerhaus, Leiterin der Kinderprogramme im WDR-Hörfunk, an den Jungen von einst, der sie immer unaufgefordert mit „Detektiv-Stoff für die Ohren“ versorgt hatte - „sie hat mich gefragt, ob ich für das Maus-Radio etwas machen will.“

Eigenes Podcast-Format

Wollte er. Denn dies ist nicht nur „große Chance, sondern auch echte Anerkennung“. Und eine noch größere wird Fritz ab Donnerstag (6. Februar) beschieden sein: Denn dann läuft zum ersten Mal „1LIVE Dumm gefragt – Der Podcast“, seine eigene 45-Minuten-Talkshow, die auf den WDR-Plattformen, bei alle Streaming-Diensten im Internet und sonntags in Auszügen bei „1LIVE“ zu hören sein wird.

Mit dummen und schrägen Fragen startet Fritz Schaefer bei der „Maus“ und bei 1Live durch

Mit diesem Logo macht "1LIVE" Werbung für das neue Podcast-Format. © 1LIVE

Darin trifft Fritz unterschiedliche Menschen, denen man häufig voreingenommen begegnet und die er „löchern“ darf: Blinde, Banker, Kopftuchträgerinnen und so weiter. Die Idee basiert auf dem bei „Youtube“ und „Instagram“ höchst erfolgreichen „1Live-Videoformat „Dumm gefragt“, hat aber mehr inhaltliche Substanz.

„Vorurteile ausräumen“

Jeder Folge beginnt mit einer „dummen“ Klischeefrage, „eine von denen, die man sich eigentlich nicht zu fragen traut“, so Fritz Schaefer, der sich selbst als „gleichzeitig frech und charmant“ charakterisiert. „Deswegen bin ich wohl auch für diesen Podcast vorgeschlagen worden.“ Nach der „dummen Eingangsfrage“ werden die Zwiegespräche tiefgründiger: „Ich hoffe, dass ich mithelfen kann, gängige Vorurteile auszuräumen.“

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