Sieben Menschen mit Pilzvergiftung ins Krankenhaus

Notärzte auf Campingplatz

Nach dem Verzehr von selbst gesammelten Pilzen sind am Samstagabend sieben Menschen im Krankenhaus behandelt worden. Die Feuerwehr mahnt zur Vorsicht.

Dorsten

, 24.09.2017, 10:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Rettungsdienst der Feuerwehr war am Samstagabend zum Campingplatz "Tillessensee" in Östrich gerufen worden. Mehrere Menschen hatten nach dem Verzehr von gesammelten Pilzen über Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Herz-Kreislauf-Probleme. "Das ist ähnlich wie bei einer Magen-Darm-Infektion", berichtete Feuerwehrsprecher Dirk Heppner am Sonntag.

Schwere gesundheitliche Folgen möglich 

Vier Menschen hatten beim Eintreffen zweier Rettungswagen und dem Notarzteinsatzfahrzeug das Dorstener Krankenhaus bereits selbstständig aufgesucht. Drei weitere Personen mussten notärztlich versorgt und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden.

"Bei einer Knollenblätterpilz-Vergiftung zum Beispiel kann es nach ein bis zwei Tagen zur Schädigung der Leber, die von Blutgerinnungs- und Nierenfunktionsstörungen begleitet werden, kommen", warnt Heppner. "Im schlimmsten Fall stellt die Leber ihre Funktion ein, sodass nur noch eine Lebertransplantation das Leben des Patienten retten kann." Daher sollten im Zweifelsfall nur die Pilze gegessen werden, die von Fachleuten geprüft wurden. 

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