So denkt der Schützenkönig von Holsterhausen über seine Amtszeit

rnInterview

Zwei Jahre war Tobias Prost König des Schützenvereins Holsterhausen 53. Bevor seine Amtszeit am Pfingstmontag endet, erinnert er sich im Interview an spannende und schöne Momente.

Holsterhausen

, 07.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Spannend war der Kampf um die Königswürde beim Bürgerschützenverein Holsterhausen 1953 vor zwei Jahren: Drei Finalisten versuchten, den zähen Vogel von der Stange zu holen. Mit dem 468. Schuss landete schließlich Tobias Prost einen Volltreffer. Zu Königin erkor er Victoria Köcher.

War der Schuss auf den Vogel eigentlich von langer Hand geplant?

Ja, wir hatten uns schon vor vier Jahren mit zwei anderen Schützen nach dem eigenen Schützenfest zusammengesetzt und uns geschworen, dass wir 2017 antreten werden. Diesen Schwur haben wir dann 2017 in die Tat umgesetzt.

Viele Könige realisieren erst später, was passiert ist. Wie war das bei Ihnen?

Da ich ja schon einige Jahre Schützenfest erprobt bin, realisierte ich es eigentlich sofort, dass ich jetzt König bin. Klar ist der Adrenalinspiegel schon sehr hoch, aber man nimmt es dennoch bewusst aber auch unbeschreiblich emotional und grandios auf.

Wer gehörte zu den ersten Gratulanten?

Die erste Gratulantin war die Schießmeisterin, die das Gewehr lud, daran kann ich mich noch gut erinnern. Danach meine zwei Kontrahenten und danach so ziemlich alle auf einmal.

So denkt der Schützenkönig von Holsterhausen über seine Amtszeit

Nah am Volk: Kurz vor dem Ende seiner Regentschaft hat das Königspaar die Kindergärten in Holsterhausen besucht. © privat

Erinnern Sie sich noch an die erste Amtshandlung?

Die erste Amtshandlung war aus meiner Sicht, als neuer König am Krönungsballabend die gut gelaunten Gastvereine aus den anderen Stadtgebieten begrüßen zu dürfen. Und sicherlich auch den Throndamen am Dienstagmorgen die ehrenvolle Aufgabe zu übertragen, gefühlte 500 Eier in Rühreier zu verwandeln.

Wie haben Sie das Schützenfest danach als neuer König wahrgenommen?

Auf jeden Fall intensiver und emotionaler. Aber das kann man nicht beschreiben, man muss das selbst erleben und spüren. Das bestätigen mir auch immer wieder die anderen Königspaare auf den verschiedenen Abordnungen.


Im Rückblick gesehen: Was hat Ihnen während der Regentschaft am meisten Freude bereitet?

Dass man überall harmonisch und voller Freude feiern durfte und von allen Menschen, die wir kennenlernen durften, super aufgenommen wurde. Natürlich auch die Fahrt zum weltgrößten Schützenfest nach Hannover sowie das eigene Kinderschützenfest, wo man sieht, wie viel Wettbewerbseifer schon die Kleinen haben, um auf den Vogel zu schießen und Kinderschützenkönig zu werden.

Welche Tipps können Sie dem neuen König geben?

Nimm alles mit, was dir die Zeit gibt, denn das Leben ist viel zu kurz, um es nicht einmal für zwei tolle Jahre als König zu leben.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt