So engagieren sich Dorstener im Grünen

Aktionstage

Das Gras ist zu hoch? Die Sträucher sind zu wild? Statt Beschwerden wünscht sich das Grünflächenamt ehrenamtliches Engagement. Jetzt sind die ersten Grüntage in Dorsten gestartet. Und es werden weiter Paten für öffentliche Grünflächen gesucht.

DORSTEN

, 19.06.2015, 15:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch wenn der Start etwas holprig verlief – die Stadt will an der Idee, Bürger an der öffentlichen Grünpflege zu beteiligen, festhalten. „Viele Hände schaffen viel“, sagt Martin Hollstegge, Leiter des Grünflächenamtes. Und die Hände der städtischen Arbeiter würden nicht ausreichen.

Mit Baumsäge und Rosenschere

Harald Stucken und Wilhelm Uhländer vom Verkehrsverein Dorsten und Herrlichkeit stehen mit Baumsäge und Rosenschere bewaffnet im Klimawäldchen. Dass der Schölzbach zugewuchert ist, ärgert sie. Deshalb beteiligen sich die Männer an den Grüntagen. Stucken schleift einen wilden Ahorn, der sich zwischen Weiden und Eschen geschlichen hat, über den Waldweg, der frisch mit Gehäckseltem bestreut worden ist.

Die städtischen Grünpfleger Walter Marco und Michael Loick kommen dazu, wollen die Brennnesseln, die den Blick auf den Schölzbach versperren, beseitigen. Aber nicht alle, sagt Marco. „Schließlich sind Brennesseln ein guter Schutz vor Vandalismus, weil sie niemand gerne an ihnen verbrennt, während er seinen Müll entsorgt.“

Stucken, dem die Zusammenarbeit von Stadt und Ehrenamtlern sehr wichtig ist, betont, dass nicht alles abgemäht, sondern „chirurgisch vorgegangen“ wird.

Tipps vom Grünflächenamt

Bruno Lindemann (Foto, 75) hat im Rahmen der Grüntage eine Dauerpatenschaft mit der Stadt abgeschlossen, für den öffentlichen Grünstreifen vor seiner Wohnung. Der soll künftig perfekt auf den Grünstreifen am Haus abgestimmt sein. „Wir liefern dafür Pflanzen und beraten in Fragen rund ums Gärtnerische“, sagt Carsten Ascherfeld vom Grünflächenamt. Er hat Lindemann schon manchen Tipp gegeben: Zum Beispiel zur richtigen Düngung.

Die Idee zur Aktion ist im vergangenen Jahr aufgekommen. „Da gab es vergleichsweise viele Anrufe, Beschwerden in der Zeitung und Beschwerden in den sozialen Netzwerken“, so Hollstegge.

Fragen zu Grünpatenschaften beantwortet das Grünflächenamt unter Tel. 66 54 60.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt