Sorge um die Pflegekosten

Dorsten Mit Sorge beobachtet der Seniorenbeirat der Stadt Dorsten die Pläne der Bundesregierung, die Beiträge zur Pflegeversicherung um 0,25 Prozentpunkte zu erhöhen.

03.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dieter Jäckel als Vorsitzender schließt sich einer Erklärung der Landesseniorenvertretung (LSV) an.

«Man darf nicht vergessen, dass die Rentnerinnen und Rentner diese Erhöhung alleine stemmen müssen - bei Arbeitnehmern trägt der Arbeitgeber immerhin die Hälfte dieser Mehrkosten», erinnert die LSV-Vorsitzende Dr. Uta Renn jetzt in einer Pressemitteilung. Dass es Reformen in der Pflegeversicherung geben müsse - besonders auch im Hinblick auf die steigende Zahl Demenz-Erkrankter - ist unter den derzeit mehr als 130 Mitglieder-Organisationen der Seniorenvertretung in Nordrhein-Westfalen unumstritten. «Wenn in 30 oder 40 Jahren die geburtenstarken Jahrgänge ins Pflegealter kommen, kann dies das derzeitige System nicht mehr verkraften», so Dr. Renn, die allerdings den Entschluss der Koalition mit gemischten Gefühlen betrachtet.

Bisher zahlen ein Senior oder eine Seniorin mit 1000 Euro Rente 17 Euro davon als Pflegebeitrag - ab 1. Juli 2008 sollen es bei 0,25 Prozentpunkten Erhöhung 19,50 Euro sein. Bei 2000 Euro Rente verdoppelt sich für den Pensionär und die Pensionärin der Beitrag auf 39 Euro.

Nicht ausreichend

«Wir wissen, dass zum Beispiel der Paritätische Wohlfahrtsverband bezweifelt, ob eine Erhöhung im vorgesehenen Umfang überhaupt ausreichen wird», sieht sich die Vorsitzende der LSV nicht alleine mit den Sorgen um die Sozialabgaben. Das zuständige Bundesfamilienministerium geht davon aus, dass mit der nun vorgesehenen Steigerung der Beiträge um einen Viertelprozentpunkt die Pflegeversicherung bis 2014/15 ihre Reserven nicht angreifen müsse. «Wir hoffen sehr, dass der unbestritten notwendige Umbau der Pflegeversicherung sozial möglichst gerecht finanziert werden wird!», mahnt Dr. Uta Renn Augenmaß für die Belange der älteren Generation an.

Senioren entlasten

Und Dieter Jäckel vom Dorstener Seniorenbeirat hofft, dass die Senioren nicht noch stärker belastet werden.

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