Spargelhof sprießt ins Land

Kirchhellen Auf dem Gelände an der Rentforter Straße entsteht ein hochmoderner Bauernhof mit einer 1600 qm großen Produktionshalle sowie einer Unterkunft für 168 Saisonarbeiter mit Sozial- und Aufenthaltsräumen.

02.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Dieser Neubau wird ab 2010 das neue Domizil der Familie Beckmann.

Bisher waren die Spargelbauern an der Hackfurthstraße zu Hause, doch dort läuft der Pachtvertrag aus. Deshalb dachten sich Markus und Katrin Beckmann, sie könnten nach eigenen Wünschen bauen. Insbesondere der Standort ist für Katrin Beckmann ein Glücksgriff. "Hier fahren auch viele Leute von außerhalb her. Vielleicht bekommen wir dadurch mehr Durchgangsverkehr", hofft sie auf Laufkundschaft.

Straußenwirtschaft

Der neue Spargelhof wird dem Besucher weit mehr als Spargel bieten. Ein Einkauf auf Beckmanns Spargelhof soll für die ganze Familie zum Erlebnis werden. In dem neuen 220 Quadratmeter großen Hofladen finden Gourmets demnächst alles, was zu einem guten Spargelessen dazugehört.

Insgesamt 80 Sitzplätze soll die neue Gastronomie im Stil einer badischen Straußenwirtschaft bieten. Zudem sind 100 weitere Plätze auf der Sonnenterrasse geplant. Den kleinen Besuchern wird der hofeigene Abenteuerspielplatz die Langeweile vertreiben, während die Eltern einkaufen sind.

Auch im Bereich Umwelt- und Energietechnik will der Spargelhof Beckmann ein Vorreiter sein. Architekt Dieter Stratmann erläutert: "Bei den heutigen Energie- und Rohstoffpreisen war es uns sehr wichtig, ein zukunftsfähiges Konzept für den Spargelhof zu entwerfen. Hierzu gehört insbesondere, dass die Abwässer der vorhandenen Kühlanlage für die Heizung des Hofes genutzt werden."

Umweltaspekte

Darüber hinausgehend wird mittels eines 3000 Quadratmeter großen Kollektors die Energie für die Saisonunterkünfte und die Gastronomie aus der Erde gewonnen. Die Nutzung von Geothermie führt dazu, dass der Spargelhof keine fossilen Brennstoffe benötigt und autark in der Energieversorgung ist. Weiter wird das Regen- und Spargelwaschwasser nicht in die Kanalisation geleitet, sondern über spezielle Absatzbecken dem natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt. dzi

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