SPD Alt-Wulfen: Vor dem Ja zum Industriepark muss das Verkehrsproblem gelöst werden

rnIndustriepark Große Heide

Wenn das Industriegebiet Große Heide kommt, sei der Verkehrskollaps für Alt-Wulfen vorprogrammiert, sagt die SPD des Ortsteils. Die Genossen haben Ideen für eine Lösung.

Wulfen

, 16.01.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sozialdemokraten aus Alt-Wulfen und Deuten lehnen den Bebauungsplan für den Industriepark Große Heide ab. „Wir wissen um die Bedeutung neuer Arbeitsplätze für unsere Stadt, aber die weitere Zunahme des Verkehrs kann nicht hingenommen werden“, begründet Ortsvereinsvorsitzender Ulrich Guthoff seine Ablehnung.

Die habe er sorgsam abgewogen, erklärt der SPD-Vertreter im Wirtschafts-Ausschusses, dessen Mehrheit er eher auf der Seite der Arbeitsplätze sieht.

Lässt das Verkehrsgutachten den Rückstau am Bahnübergang außer acht?

Es ist vor allem das Verkehrsgutachten, mit dem die Alt-Wulfener Genossen hart ins Gericht gehen. Guthoff: „Am Knotenpunkt B58/Hervester Straße gehen die Gutachter von einer ,ausreichenden Verkehrsqualität‘ aus, blenden allerdings den Bahnübergang an der B58 aus der Betrachtung aus.“ Dort entstehe aber jetzt schon bei geschlossenen Schranken regelmäßig Stau, der durch den Verkehr zur und aus der Großen Heide noch verschärft werde. Und dann werde es endgültig unerträglich in Alt-Wulfen.

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Guthoff und sein Vorstandskollege Reinhold Grewer fordern deshalb, dass vor der Entwicklung des Industriegebietes Maßnahmen ergriffen werden, um den Verkehr in Alt-Wulfen zu verringern. Grewer: „Eine Vielzahl der 22.000 Autos am Tag sind im Binnenverkehr von und nach Barkenberg unterwegs, wenn wir dafür andere Wege finden könnten, würde die Belastung sinken.“ In diesem Zusammenhang bringen die Sozialdemokraten die L608n und die Nordanbindung Barkenbergs ins Gespräch.

Neuer Anlauf für die alte Idee von einer Nordanbindung?

Guthoff: „Als der Kreistag die Planung der K6n einst aufgegeben hat, hat Bürgermeister Lütkenhorst zugesagt, eine städtische Lösung für eine Nordanbindung zu finden. Daraus ist bis heute nichts geworden. Da müssen wir jetzt dran, wenn wir das Industriegebiet erschließen wollen, ohne die Alt-Wulfener Bürger über Gebühr zu belasten.“

Die beiden Alt-Wulfener sind entschlossen, aus dem ihrer Ansicht nach drohenden Verkehrskollaps ein Wahlkampfthema zu machen. Inwieweit die Parteifreunde aus Wulfen und der Gesamtstadt dabei mitziehen, lasse sich noch nicht sagen. „Wir wollen jetzt erst mal die Diskussion anstoßen“, sagt Ulrich Guthoff, „die zum Beispiel auf unseren öffentlichen Mitgliederversammlungen geführt werden kann.“

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Außerdem rechnet der Ortsverein mit einer Antwort des Umwelt- und Planungsamts auf seine Einwände zum Bebauungsplan, die Ulrich Guthoff fristgerecht am 1. Weihnachtsfeiertag in den Rathaus-Briefkasten geworfen hat.

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