SPD schickt Michael Hübner ins Rennen um das Kreishaus

Nominierung als Landratskandidat

Landtagsabgeordneter Michael Hübner soll neuer Landrat im Kreis Recklinghausen werden. Der SPD-Kreisverband hat ihn als Kandidaten für die Wahl im nächsten Jahr nominiert.

Dorsten

, 25.09.2019, 14:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
SPD schickt Michael Hübner ins Rennen um das Kreishaus

Michael Hübner ist SPD-Landtagsabgeordneter für Gladbeck und den Dorstener Süden. © Stefan Diebäcker

Hübner soll nach Vorstellungen der Sozialdemokraten Nachfolger von Cay Süberkrüb (SPD) werden. Der 65-Jährige hatte im Sommer angekündigt, bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr nicht noch einmal für den Chefposten im Recklinghäuser Kreishaus zu kandidieren.

„In der Region und im Ruhrgebiet gut vernetzt“

„Michael Hübner kennt sich kommunalpolitisch hervorragend aus, hat die besten Kontakte in die Landes- und Bundeshauptstadt und ist in der Region und im Ruhrgebiet gut vernetzt“, begründete Vorsitzender Frank Schwabe das einstimmige Votum des SPD-Kreisvorstandes. Am 14. Dezember wird ein Parteitag der Kreis-SPD über die endgültige Nominierung entscheiden. Im Mai nächsten Jahres werden auf einem Parteitag die politischen Inhalte beschlossen, teilte die SPD mit.

Hübner (46), in Kirchhellen geboren, lebt seit vielen Jahren in Gladbeck und ist seit 2010 Landtagsabgeordneter für seinen Wohnort und den Dorstener Süden. „Ich habe mich noch nie vor Verantwortung gedrückt“, bestätigte er auf Nachfrage. „Das Amt des Landrates ist eine große Herausforderung, der ich mich gerne stellen würde.“

Gegenkandidat der CDU steht noch nicht fest

Sein Mandat im Landtag müsste Hübner bei einer erfolgreichen Wahl am 13. September 2020 allerdings aufgeben. Die nächste Landtagswahl findet erst 2022 statt. Wer aus Reihen der CDU als wohl schärfster Konkurrent Hübners Einzug ins Kreishaus verhindern soll, steht noch nicht fest.

Zuletzt fiel mehrfach hinter vorgehaltener Hand der Name Bodo Klimpel, Bürgermeister von Haltern am See. Doch der Christdemokrat würde sein Amt gerne behalten: „Ich bin nicht amtsmüde und habe keine Pläne, woanders hinzugehen. Mir macht meine Arbeit nach wie vor Spaß“, sagte er auf Anfrage.

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