Spitzenleistung krönt Schlossturm

Raesfeld "Die gute Botschaft des heutigen Tages lautet: Der Turm ist dem Himmel jetzt wieder so nah wie in früheren Zeiten. Und er hat seine ursprüngliche Form wieder erlangt."

08.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Spitzenleistung krönt Schlossturm

<p>Schon beim Zuschauen mit sicherem Boden unter den Füßen wurde den Betrachtern schwindelig, als Thomas Müller und Thomas Voigtländer gestern in 50 m Höhe die Turmspitze des Raesfelder Schlosses befestigten. Eggert</p>

So freute sich gestern Akademieleiter Oliver Storz im Schloss Raesfeld, dass die sowohl restaurierte wie rekonstruierte Turmbekrönung samt Wetterfahne wieder ihren angestammten Platz einnimmt, von dem sie Orkan Kyrill im Januar 2007 rüde abgeknickt hatte.

Mit einem Kostenaufwand von 28 000 Euro, den zum größten Teil die Versicherung übernahm, wurde die 4 m hohe und fast 200 kg schwere Turmspitze, die noch Einschüsse aus längst vergangenen Zeiten aufweist, wieder so gut hergerichtet, dass sie jetzt weitere 100 Jahre halten soll. Dafür leistete eine Spezialfirma aus Wurzen bei Leipzig ganze Arbeit. Und deren Team, vor allem Thomas und Christoph Müller sowie "Extremkletterer" Thomas Voigtländer ist es auch zu verdanken, dass nach einem weiteren akrobatischen Einsatz in schwindelerregender Höhe der höchste Turm aller Schlösser des Münsterlandes seine alte Pracht vorweisen kann - inclusive Spitze in 52,5 Meter Höhe. Dieses Ereignis wurde entsprechend gewürdigt: Im Kaminzimmer unterschrieben Vorstandsmitglieder und Leiter der Akademie des Handwerks sowie der sächsischen Spezialisten eine Urkunde, die bereits von den Präsidenten zweier Handwerkskammern signiert war. In der Kupferkugel auf dem Turm deponiert, kann sie nun der Nachwelt durch ihren Begleittext ein Zeugnis des Geschehe ns anno 2007 geben. kdk

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