Sportschützen haben Nachwuchssorgen

Schnupperschießen

DORSTEN "Wir hatten schon damit gerechnet, dass man uns hier heute nicht die Bude einrennen wird." Stefan Robert, zweiter Vorsitzender des SSV Hardt, nimmt es gelassen, dass zum Schnupperschießen am Dienstagabend gerade mal ein Jugendlicher in die Agatha-Schule II gekommen ist.

von Von Berthold Fehmer

, 15.07.2009, 17:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Henning Kleine erläutert Kevin Küke anhand seines Trefferbildes, was er beim nächsten Mal besser machen kann.

Henning Kleine erläutert Kevin Küke anhand seines Trefferbildes, was er beim nächsten Mal besser machen kann.

Der 15-jährige Kevin Lüke hatte im Programmheft des Ferienspaßes von dem Angebot erfahren. Und wird, nachdem er die Einverständniserklärung seiner Eltern vorgelegt hat, von der Schießstand-Aufsicht Michael Mertens und Günter Hater zunächst in Sachen Sicherheit geschult: wie eine Waffe zu behandeln ist, wenn sie ungeladen oder geladen ist, und wie man sich am Schießstand verhält.

Dann darf Kevin das Schießen mit dem Luftgewehr ausprobieren und bekommt von Hater wertvolle Tipps. Nicht zu atmen während des Schießens, oder aus den vorherigen Treffern abzulesen, wohin man nun besser zielen sollte. "Auch die Profis treffen nicht immer die Zehn. Das sieht bei dir schon sehr gut aus."Für einen Anfänger ziemlich gut

"146 Punkte, das ist für einen Anfänger ziemlich gut", sagt Henning Kleine, der anschließend die Trefferauswertung per Computer vornimmt. Er zeigt Kevin anhand des Trefferbildes, was er beim nächsten Mal besser machen könnte. Kevin will wissen, was ein Vereinsbeitritt kosten würde. Für 2,50 Euro im Monat wäre er dabei. "Ich glaube, dass ich hier weitermachen werde", sagt er.

"Es wird immer schwerer, an Nachwuchs zu kommen", weiß der zweite Vorsitzende Stefan Robert. Früher seien Kreismeisterschaften mit 100 Jugendlichen ausgetragen worden, jetzt seien es 30. Im SSV seien von 55 Vereinsmitgliedern nur etwa zehn unter 18 Jahre alt.

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