St. Josef erwägt Protestnote ans Bistum

Gemeindefusion

HOLSTERHAUSEN / HERVEST „Wir stehen hinter dem, was St. Antonius sagt.“ So kommentiert Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderatsmitglied Jürgen Bernhardt von St. Josef den Protest der Antonius-Gemeindevertreter gegen die Bistumspläne. Münster plant bekanntlich, die zwei Holsterhausener und die drei Hervester Gemeinden zu einer Großgemeinde zu fusionieren.

von Von Berthold Fehmer

, 09.03.2010, 18:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Erfreut sind wir alle nicht.“ Mit dieser Aussage zu den Plänen des Bistums, die Hervester und Holsterhausener Gemeinden zu einer Großgemeinde zu fusionieren, spricht Hans Frerick, Pfarrgemeinderats-Vorsitzender von

, wohl vielen Mitgliedern aus dem Herzen. Deutlich hatten, wie berichtet, Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand von St. Antonius protestiert. Zurückhaltender äußern sich Vertreter der anderen Gemeinden in Holsterhausen und Hervest. Bisher, so Frerick, sei man davon ausgegangen, dass die drei Hervester Gemeinden miteinander und die beiden Holsterhausener Gemeinden fusionieren würden. Und erst in ferner Zukunft die fünf Gemeinden zu einem Seelsorgeverbund zusammengefügt würden.

Selbst auf dem Weg zur „kleinen“ Lösung habe es bei Gesprächen genug Schwierigkeiten gegeben. Angesichts der geplanten großen Fusion ist sich Frerick sicher: „Es wird sicherlich nicht leichter werden.“ Eine offizielle Meinung wolle der Pfarrgemeinderat von St. Marien erst äußern, wenn man mehr Informationen vom Bistum erhalte, wie eine solche Fusion vonstatten gehen solle.

will erst eine Stellungnahme abgeben, nachdem sich der Vorstand des Pfarrgemeinderats am Mittwochnachmittag beraten habe, teilte Margret Rother mit. Auch in

trifft sich am Mittwoch der Kirchenvorstand, wo das Thema Fusion sicherlich zur Sprache kommen werde, so Norbert Börger, der auch im Pfarrgemeinderat sitzt. Jedem in den Gremien sei klar, dass man sich einer Fusion wohl nicht verschließen dürfe, gleichwohl man vor zwei Jahren noch im Kirchenvorstand beschlossen habe, dass man eigentlich lieber eigenständig bleiben wolle. „Zumal wir einen ausgeglichenen Haushalt haben.“

Niemand könne einem derzeit sagen, was im Falle einer Fusion mit dem Kindergarten, dem Pfarrheim, den kirchlichen Grundstücken von St. Paulus geschehe. Allein schon aus geographischen Gründen sieht Börger die große Fusion nicht unkritisch: „Von uns aus bis Holsterhausen-Dorf sind es sieben Kilometer – ob da wirklich jemand für eine Messe hinfährt oder zu uns kommt?“ 

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