Staatsanwalt fordert zwölf Jahre Haft

DORSTEN Im Prozess gegen einen Familienvater (57) aus Hervest, der seine Ehefrau auf offener Straße erschossen hat, hat die Staatsanwaltschaft am Montag zwölf Jahre Haft wegen Totschlags beantragt.

von Von Jörn Hartwich

, 30.06.2008, 12:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die grausame Bluttat hatte sich am 29. September 2007 in Wanne-Eickel ereignet. Hintergrund war ein offenbar schon länger schwelender Trennungsstreit. Nach den Erkenntnissen der Ermittler wollte die Ehefrau ihren Mann verlassen. Angeblich hatte sie in Wanne-Eickel auch schon eine neue Wohnung. Dort wohnte auch ihr Bruder. Vor dessen Haustür hatte der Angeklagte am Tattag am Auto seiner Ehefrau manipuliert. Angeblich wollte er verhindern, dass sie mit dem Wagen weiterfahren kann.

Als seine Frau dann plötzlich auftauchte, soll der Hervester sofort geschossen haben. Seine Ehefrau wurde von drei Schüssen getroffen – in den Kopf, in den Hals und in den Bauch. Den Schuss in den Kopf feuerte der 57-Jährige laut Staatsanwaltschaft ab, als die Frau bereits schwer verletzt am Boden lag. Die Mutter von zwei Kindern hatte keine Chance. Sie verstarb zwei Stunden später im Krankenhaus. Die Verteidigung hat eine mildere Strafe beantragt. Das Urteil soll vom Bochumer Schwurgericht am 7. Juli gesprochen werden.

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