Stadt ist im Verzug mit der Offenlegung der Jahresabschlüsse

Innenministerium macht Druck

Das Innenministerium des Landes macht im Zuge des Stärkungspakts der Stadt Dorsten gegenüber Druck, endlich ihre noch offenen Jahresabschlüsse vorzulegen. Die Dorstener Verwaltung ist seit 2009 in Verzug.

Dorsten

von Von Michael Klein

, 12.09.2013, 17:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadt ist im Verzug mit der Offenlegung der Jahresabschlüsse

„Ich hätte eher sagen müssen, dass NKF und Haushaltssanierung ohne zusätzliches Personal nicht zu machen sind“, so Große-Ruiken. „Aber ich dachte, eine Aufstockung passt angesichts der Einsparungsdiskussion nicht in die Landschaft.“ Hintergrund seiner Erklärung gegenüber der Politik ist die Tatsache, dass das Innenministerium des Landes im Zuge des Stärkungspakts der Stadt Dorsten gegenüber Druck gemacht hat, endlich ihre noch offenen Jahresabschlüsse vorzulegen. Die Dorstener Verwaltung ist seit 2009 in Verzug. „Uns wurde eine Frist bis zum 1.10.2014 gesetzt“, so Hubert Große-Ruiken.

„Wir hoffen, dass wir damit klarkommen, ich kann aber keine Garantie dafür geben, weil es immer zu neuen Stolpersteinen kommen kann.“ So sei derzeit eine Rechnungsprüferin erkrankt: „Sie ist nicht so einfach zu ersetzen.“ Die Haushaltskonsolidierung sei allerdings nicht gefährdet, so der Kämmerer: „Wenn, dann wird die Auszahlung der Mittel nur verschoben.“ Allerdings drohe bei Nichteinhalten der Frist ein Zinsschaden, den er auf Nachfrage aus Reihen der Politik auf bis zu 70.000 Euro bezifferte. Große-Ruiken entschuldigte die Verzögerungen auch mit der Tatsache, dass wegen Erziehungsurlaub, Versetzungen und Abgängen die Kämmerei „sehr gebeutelt“ gewesen sei. „NKF-Leute sind heiß begehrt“, sagte er. Inzwischen sei eine Stelle wiederbesetzt worden, darüber hinaus werde zum 1. November eine weitere Stelle geschaffen. "Es ehrt sie, dass sie die Schuld auf sich nehmen“, erklärte Bernd Schwane (CDU): „Aber es sind externe Faktoren, die auf die Stadt eingeschlagen und für die Situation verantwortlich sind.“ Auch Friedhelm Fragemann (SPD) hielt sich mit Kritik an der Verwaltung zurück. „Das passiert, wenn man beim Personalbestand auf Kante näht“, sagt er: „Das ist kein schlankes Management mehr, das ist schon Magersucht.“

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