Stadt sieht bessere Taktung einer Schnellbuslinie kritisch

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Eigentlich würde es die Stadt Dorsten begrüßen, sollte der Schnellbus zwischen Dorsten und Recklinghausen doppelt so oft fahren wie derzeit. Und dennoch sträubt sie sich gegen diese Pläne.

Dorsten

, 18.05.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vom „Vestischen Klimapakt“, dem neuen Klimaschutzkonzept des Kreises, sollte eigentlich auch der Dorstener Nahverkehr profitieren. Doch ob es dazu kommt, ist mehr als fraglich. Denn die Stadt Dorsten sträubt sich gegen diese Pläne.

Während die Kreispolitik bereits grünes Licht gab, in einer zweijährigen Versuchsphase die jetzt wochentags alle halbe Stunde fahrende Schnellbuslinie SB 25 zwischen Dorsten und Recklinghausen auf einen 15-Minuten-Takt zu verdichten, begrüßt die Stadt diese Maßnahme zwar, sieht sie aber gleichzeitig kritisch, wie sie im Planungsausschuss mitteilte.

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Das hat vor allem finanzielle Gründe. Zwar würde die Testphase aus Mitteln des Klimapaktes finanziert werden können. Danach aber kämen jährlich 100.000 Euro an Mehrkosten auf die Stadt zu, die wegen des Haushaltssanierungsplans anderswo eingespart werden müssten. Eine dauerhaft tragfähige und kreisweit akzeptierte Finanzierung sieht die Stadt deshalb nicht.

Stadt will Pläne verschieben

Der 15-Minuten-Takt erfordert eine stärkere Fahrgastnachfrage. Wegen der Coronakrise sind die Busse derzeit allerdings leer. Eine endgültige Entscheidung will die Stadt deshalb verschieben, bis wieder normale Zeiten und Fahrgastzahlen herrschen. Bei einem „Nein“ aus Dorsten müsste die Taktverdichtung gegebenenfalls nur zwischen Marl und Recklinghausen umgesetzt werden.

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