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Stadt wollte Auflösung schon für 2015 erreichen

Gerhart-Hauptmann-Realschule

Die Stadtverwaltung ist bereits 2014 auf die Schulleiterin der Gerhart-Hauptmann-Realschule zugegangen, um eine vorzeitige Auflösung der Realschule zu erreichen. Schulleiterin Elke Heidrich wies das Ansinnen seinerzeit zurück. Das bestätigte sie in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Dorsten

, 11.12.2015 / Lesedauer: 3 min
Stadt wollte Auflösung schon für 2015 erreichen

Die Gerhart-Hauptmann-Realschule an der Bismarckstraße 106 könnte im nächsten Jahr zum Auslaufmodell erklärt werden.

Die Stadt hat in der Vorlage für den Schulausschuss am kommenden Montag (14. Dezember) betont, dass die Schulleitung der Gerhart-Hauptmann-Realschule von sich aus die Initiative ergriffen und um eine vorzeitige Auflösung der Schule gebeten habe, da „das System zu klein sein wird, um die Schule in pädagogische noch vertretbarem Maße in der bisherigen Form fortzuführen“. Schuldezernent Lars Ehm bekräftigte das noch einmal auf Anfrage.

Elke Heidrich entgegnete indes, dass die Stadt bereits 2014 auf sie zugekommen sei, um eine Auflösung der Schule in diesem Jahr zu erreichen. „Das habe ich strikt zurückgewiesen.“ Bei einem erneuten Vorstoß in 2015 habe sie sich dann mit der Schulverwaltung auf eine Auflösung für 2016 verständigt. 

Im Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch war die Empörung einiger Politiker noch  groß gewesen, dass die Stadt maßgeblich die Auflösung der Schule betrieben habe, weil sie andere Pläne für das Gelände an der Bismarckstraße 106 habe. Leser Helmut Dalinghoff hatte diese Information in einem Leserbrief im September an die Dorstener Zeitung weitergegeben. 

Eltern erstaunt über vorzeitiges Aus

Das vorzeitige Aus der Gerhart-Hauptmann-Realschule im Hervester Marienviertel hat wiederum Teile der betroffenen Eltern „erstaunt“. Schulleiterin Elke Heidrich  hatte am Donnerstag die Schulkonferenz einberufen, um alle Fragen zu beantworten: „Dass die Eltern nicht informiert worden sind, stimmt jedenfalls nicht. Ich habe immer gesagt, dass die Schule möglicherweise auch vor 2017/18 auslaufen kann.“ Aber: „Wenn ich nichts Konkretes weiß, kann ich das auch nicht weitergeben.“

Kein Abschluss ohne Abschluss

Die Schulkonferenz habe am Donnerstag nach „sachlichen Gesprächen“ akzeptiert, dass das System mit dem Abgang der Zehntklässler im nächsten Sommer zu klein werde und damit pädagogisch nicht mehr tragfähig sei.

„Es wird keinen Abschluss ohne Abschluss geben“, so Heidrichs Fazit. Heißt: Niemand müsse sich Sorgen mache, wie es weitergehe. „Alles wird geregelt. Die Kinder, die zur Erich-Klausener-Realschule übersiedeln, werden im Klassenverband bleiben. Sie werden ihre Lehrer behalten. Und sie behalten auch ihre Stundentafel.“ So habe sie sich mit EKS-Schulleiterin Susanne Bender verständigt.

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