Stadt zahlt 327.000 Euro für Umbau der Bahnübergänge

Eigenanteil für Dorsten

Viel Geld nehmen Deutsche Bahn AG und Behörden in die Hand, um die Bahnstrecken "Essen - Dorsten - Borken" und "Dorsten - Coesfeld" auf die technischen Anforderungen des Elektronischen Stellwerksystems umzustellen. Dafür müssen nämlich auch 22 Bahnübergänge auf Dorstener Stadtgebiet umgebaut werden, Kosten hierfür: 7,2 Millionen Euro.

Dorsten

, 10.07.2017, 12:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Züge der Nordwestbahn sind vom aktuellen Streik nicht betroffen.

Die Züge der Nordwestbahn sind vom aktuellen Streik nicht betroffen.

An diesen Investitionen werden auch die Stadt Dorsten, der Kreis Recklinghausen und die Landesbehörde "Straßen-NRW" als sogenannte "Straßenbaulastträger" beteiligt. Dorsten muss Geld für zehn Bahnübergänge in Lembeck, Wulfen, Rhade und Deuten beisteuern. Darin enthalten sind auch die beiden an der B 58 in Deuten und in Wulfen, wo Stadt und Straßen-NRW Geld für den Umbau von Gehwegen und Seitenstraßen bereitstellen müssen.

Land fördert 75 Prozent

Wie die Dorstener Stadtverwaltung in einer Berichtsvorlage für die kommende Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses (Dienstag, 11. Juli, 17 Uhr, großer Sitzungssaal des Rathauses, Haltener Straße) erklärt, belaufen sich die Kostenanteile für die Stadt auf 1,3 Millionen Euro, wovon allerdings 75 Prozent vom Land aus dem Kommunalen Straßenbau-Förderbauprogramm übernommen werden. Der Eigenanteil der Stadt Dorsten macht also 327.000 Euro aus.

Bislang werden die Weichen, Signale und Bahnübergänge auf den beiden Dorstener Bahnstrecken noch "von Hand" in den jeweiligen Stellwerkshäuschen aus gesteuert. Die künftige Anbindung an das Elektronische Stellwerk in Coesfeld und damit an die moderne Computertechnik ist laut Stadt Grundvoraussetzung für all die Neuerungen, die bis Ende 2019 im Zuge der baldigen Umgestaltung am Dorstener Bahnhof geplant sind.

Reibungsloser Takt

Wie berichtet, wird der Bahnhof in Dorsten barrierefrei umgebaut, deswegen verschwinden die stadtseits gelegenen Westgleise. Auch der geplante 30-Minuten-Takt zwischen Essen und Dorsten könne nur durch die neue Technik sicher und reibungslos erfolgen. Ebenso wie die künftige Koppelung der Züge aus Coesfeld und Borken am Dorstener Bahnhof, durch die demnächst eine umsteigefreie Verbindung zwischen Coesfeld und Essen möglich werde.

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