Städtische Musikschule öffnete ihre Türen

Für die JeKi-Kinder

Die städtische Musikschule an der Bochumer Straße öffnete am Samstag ihre Türen.

DORSTEN

von Von Norbert Deseive

, 26.02.2012, 14:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei JeKi (Abkürzung für: Jedem Kind ein Instrument) war die Dorstener Musikschule von Anfang an dabei. Dank großzügiger Finanzierung durch Mittel der JeKi-Stiftung und Dorstener Sponsoren ist der kommunale Zuschuss gering. Dieser Bereich wird zu fast 90 Prozent fremdfinanziert. In ihm werden über 800 Grundschulkinder unterrichtet.Viel wichtiger aber: In Dorsten hat fast jedes siebte Kind, das die Grundschule verlässt, dank der Musikschule eine Instrumentalausbildung genossen. An zehn Grundschulen findet aktuell der Gruppenunterricht statt. Er wird überwiegend von dem hauptberuflichen Lehrpersonal erteilt. Trotz der durch JeKi um 100 Prozent gestiegenen Schülerzahl wurde der Anteil der hauptberuflichen Musikschullehrer seit 20 Jahren nicht erhöht. Wegfallende Stellen werden durch nebenberuflich tätige Lehrer ersetzt. Mit heute 1200 Schülern muss die Musikschule mit dem gleichen städtischen Zuschuss arbeiten, wie vor fast 20 Jahren.

Inflationsbereinigt stelle das mindestens eine Halbierung dar. Neben der Herausforderung, den der Umzug in das „neue“ Petrinum mit sich bringt, muss sich der Leiter der Musikschule, Eugen Kayser, mit seinen Kollegen auf schwierige Haushaltsverhandlungen einstellen. In der Dorstener Zeitung wurde schon darüber berichtet, dass bei den „nichtpflichtigen“ Aufgaben mit einer Zuschusskürzung von 50 Prozent gerechnet werden muss. Nur so können die Forderungen der Kommunalaufsicht erfüllt werden. Das Problem besteht aber darin, dass ein Wegfall der Ausgaben in der Regel ein Wegbrechen der Einnahmen nach sich zieht. In diesem Fall ändere sich der städtische Zuschuss dann nur unmerklich.

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