Start für Brücken-Neubau verzögert sich wieder

Baubeginn nicht vor 2019

Der Start für den Neubau der Kanalbrücke in Östrich verzögert sich. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Bauarbeiten verschieben.

Östrich

, 04.10.2017, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Start für Brücken-Neubau verzögert sich wieder

Der Baubeginn für eine neue Östricher Brücke verzögert sich schon wieder.

„Ich gehe davon aus, dass wir frühestens 2019 starten können“, erklärte Projektleiter Udo Kaiser (Wasserstraßen und Schifffahrtsamt Duisburg) auf Anfrage. „Ob es dann Anfang 2019 oder erst zum Jahresende losgehen kann, steht noch in den Sternen.“

3,5 Millionen Euro

Die Östricher Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal soll abgerissen werden. Vorher wird rund 350 Meter westlich Richtung Gahlen ein neues Brückenbauwerk entstehen. Bauzeit: 18 Monate, Kosten: 3,5 Millionen Euro. Gründe für die Groß-Baustelle: Die Brücke ist marode und alle Kanalbrücken müssen laut Verkehrsministerium von 5,25 Meter auf 5,75 Meter angehoben werden.

Landschaftspflegerischer Begleitplan

Es ist nicht das  erste Mal, dass sich die Bauarbeiten verschieben – zunächst von 2015 auf 2017. „Und nun mussten wir einen landschaftspflegerischen Begleitplan erstellen lassen, der hat uns ein Jahr zurückgeworfen“, so Kaiser: „Zudem wurden Planungen geändert.“ Schon bald soll das Planfeststellungsverfahren mit der öffentlichen Auslegung weitergehen. „Vorausgesetzt, es gibt keine Einsprüche, ist mit dem Beschluss in 2018 zu rechnen.“ Dann erfolgt die Ausschreibung, mit der Baufirmen gesucht werden. Auch da kann es angesichts der derzeitigen guten Auftragslage im Baugewerbe zu Verzögerungen kommen.

„Deswegen ist unklar, wann wir mit den Rodungen beginnen können“ – da müsse die Behörde auf Brutzeiten Rücksicht nehmen. Trotz der Verzögerungen ist die Brücke bis zum Baubeginn weiter für Fahrzeuge unter 12 Tonnen befahrbar. „Die letzte Bauwerksprüfung im Frühjahr hat ergeben, dass  keine weiteren Einschränkungen nötig sind“, so Kaiser.

Erste Vorarbeiten

Er teilt mit, dass es in zwei Wochen (19. Oktober, Donnerstag) bereits erste Vorarbeiten geben wird, in deren Verlauf der Brückenweg zwischen Gahlener und Östricher Brücke immer mal wieder kurzfristig gesperrt werden muss. Da im Bereich der geplanten neuen Brücke und im Überbau der jetzigen Brücke Tiere in Baumhöhlen beziehungsweise in Brückenritzen nisten, sollen diese „Quartiere“ geschlossen werden. „Die Tiere haben somit vor Beginn der Baumaßnahme genügend Zeit, sich Ausweichplätze zu suchen.“

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