Bäume und Sträucher kommen weg: Bagger gibt Startschuss für den Umbau des Bahnhofsumfelds

rnWir machen Mitte

Nach langen Planungsverzögerungen haben Mittwoch die Vorbereitungen für den Umbau des Bahnhofsumfelds begonnen. Für den neuen Fuß- und Radweg wird zunächst gerodet. So geht es weiter.

Dorsten

, 20.02.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bahnpendler waren die ersten Augenzeugen eines beinahe historischen Moments: Nach langen Verzögerungen ist am Mittwoch der Startschuss für die mehrere Millionen Euro teure Umgestaltung des Dorstener Bahnhofsumfeldes gefallen.

Denn eine Baufirma hat zumindest mit den ersten Vorbereitungen für dieses „Wir-machen-Mitte“-Projekt begonnen. Ein Bagger war samt kleiner Baukolonne im Einsatz. Diese hat neben einem der südlich gelegenen Bahnsteige mit Rodungsarbeiten begonnen.

Flächen gekauft

Die Stadt hatte nach langwierigen Verhandlungen mit der Bahn AG im Dezember endlich die ehemaligen Bahnflächen auf der nicht mehr benötigten stadtseitigen Trasse erworben. Deswegen kann sie nun beginnen, das Baufeld freizuräumen, das für den geplanten neuen Fuß- und Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse benötigt wird.

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„Aus diesem Grund werden in dieser Woche Bäume im Bahnhofsumfeld gefällt und Strauchwerk beseitigt“, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. „Um auszuschließen, dass in den Bäumen Tiere nisten, wurden vorab Untersuchungen durch die Deutsche Bahn durchgeführt. Bewusst wird zudem in der vegetationsfreien Zeit gefällt.“

Die eigentlichen Bauarbeiten am Bahnhof und seinem Umfeld sollen ebenfalls in diesem Jahr starten.

Die eigentlichen Bauarbeiten am Bahnhof und seinem Umfeld sollen ebenfalls in diesem Jahr starten. © Michael Klein

Da die vorgesehene Trassenführung auch als Grünkorridor vorgesehen ist, werden nach Angaben der Stadt zahlreiche Bäume neu gepflanzt. „Eine alleeartige Begrünung der (Rad-)wegetrasse wird die Rodungsarbeiten kompensieren“, verspricht die Stadt.

Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen sind, wird es mit den eigentlichen Bauarbeiten für den neuen Fuß- und Radweg, der künftig den Lippedamm mit der „Hohen Brücke“ in der Feldmark verbinden soll, aber noch etwas dauern. Denn die Ausschreibung für die Arbeiten muss noch erfolgen.

Ausschreibung bis Sommer

Wie die Stadt in einer Vorlage für den Umwelt- und Planungsausschuss am Dienstag (25.2.) mitteilt, hat das Büro Greenbox seine Ausführungsplanung bis auf kleine Restarbeiten abgeschlossen. Die Ausschreibung der baulichen Leistungen für den Weg südlich des Bahnhofs wird noch in der ersten Jahreshälfte 2020 erwartet.

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„Greenbox“ wurde auch mit der Planung des Bahnhofsumfeldes betraut. Geplant ist ein unter anderem ganz neuer und ebenerdiger Vorplatz, für den die derzeitige stadtseitige Unterführung zugeschüttet wird. Die Bauarbeiten sollen noch in 2020 in einer europaweiten Ausschreibung vergeben werden.

Bahnhof: Beginn im Spätsommer

Der Bauantrag für den Umbau des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes zum „Bürgerbahnhof“ wurde im Dezember 2019 beim Bauordnungsamt eingereicht. Laut Stadt ist der Baubeginn für Spätsommer/Herbst 2020 vorgesehen, er beginnt mit dem Abriss des nicht denkmalgeschützten, weil später errichteten Anbaus an der Südseite des Bahnhofs.

Bei Fragen und Hinweisen können sich Bürger, Fahrgäste und Anwohner an das Stadtteilbüro an der Gahlener Straße wenden: www.wirmachenmitte.de
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