Steuerungsgruppe bereitet die Fusion der Hervester Pfarreien vor

Analysephase ist beendet

Die Analysephase ist beendet. Jetzt wird der zweite Schritt getan. Die Steuerungsgruppe der drei katholischen Hervester Pfarrgemeinden, St. Marien, St. Josef und St. Paulus sieht sich auf einem guten Weg, die vom Bistum Münster gewünschte Fusion in 2017 zu vollziehen. Im zweiten Schritt werden jetzt die 6000 Katholiken in Hervest befragt. Denn ihre Meinungen und Wünsche sollen mit in den Pastoralplan einfließen.

Hervest

, 14.06.2016, 13:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Steuerungsgruppe bereitet die Fusion der Hervester Pfarreien vor

Sind auf dem Weg zur Fusion dreier Hervester katholischer Kirchengemeinden: Pastoralreferent Kai Kaczikowski, Christoph Hauptvogel (Pfarreirat St. Josef), Ursula Bensch (Pfarreirat St. Marien), Gerhard Müller (Pfarreirat St. Paulus) und Pfarrer August Hüsing (v.l.).

„Der Pastoralplan ist das Konzept, nach dem wir handeln wollen, wenn die drei Gemeinden schrittweise zu einer Großgemeinde verschmelzen“, sagte Kai Kaczikowski. Dieses Ansinnen des Bistums Münster werde, weil es Ängste bei den Gemeindemitgliedern wecke, nicht von allen Hervester Katholiken vorbehaltlos angenommen.

Befragungen und Gespräche

Um Ängste auszuräumen und Wünsche in Erfahrung zu bringen, schwärmen die Vertreter der Pfarreiräte nun zu Befragungen und Gesprächen aus. Pastor August Hüsing, Pastoralreferent Kai Kaczikowski und Christoph Hauptvogel (St. Josef), Ursula Bensch (St. Marien) und Gerhard Müller (St. Paulus) bauen in der insgesamt 14-köpfigen Steuerungsgruppe, in der auch zwei Vertreter des Bistums Münster mitwirken, das gemeinsame Fundament, auf dem das Kirchenschiff St. Paulus, St. Marien und St. Josef ruhen soll. In der Steuerungsgruppe wurde ein Fragebogen entwickelt, der sich mit der Zukunft der Gemeinde befasst.

Was wollen die Katholiken?

Was wollen die Katholiken in St. Marien, St. Paulus, St. Josef, worauf können und wollen sie nicht verzichten, welches Angebot würden sie zusätzlich begrüßen? Das sind die Fragen, die Ursula Bensch und ihre Mitstreiter den Gläubigen stellen. Die Analyse in den Kirchensprengeln und der Abgleich der statistischen Daten mit der Stadt habe interessante Details zu Tage gefördert, „die uns so gar nicht bewusst waren“: „St. Paulus hat die deutlich älteste Bevölkerungsstruktur, hier im Dorf ist die Gruppe der 60- bis 70-Jährigen am stärksten vertreten“, weiß dessen Pfarreirat Gerhard Müller jetzt. Dementsprechend anders sähen die Wünsche der Katholiken bei ihm zu Hause aus: „Hier ist auch eine starke Vernetzung mit Schützen- und Heimatverein feststellbar.“

Jüngere Altersgruppen

Jüngere Altersgruppen gibt es in der St.-Marien-Gemeinde: „Wir sind zwar auch gut vernetzt mit der Blasmusik und Feuerwehr“, so Ursula Bensch, „haben aber deutlich mehr Menschen zwischen 40 und 60 Jahren, die wir mit unserem bisherigen Angebot gar nicht oder nur zum Teil erreichen.“ In St. Josef sind die 50- bis 60-Jährigen in der Mehrheit. Im Gegensatz zu St. Marien und St. Paulus ist die Gemeinde mit Institutionen vernetzt, „mit Schulen, Kindergärten, dem Leo und der mobilen Jugendhilfe“, sagt Christoph Hauptvogel. Viel Arbeit also für die Pfarreiräte, auszuloten, was die Menschen in ihren Sprengeln wirklich wollen.

Alle Hervester Katholiken sind am 19. November (Samstag) von 10 bis 14 Uhr im „Leo“, Fürst-Leopold-Allee 70, willkommen: „Wir möchten die Gemeindemitglieder mitnehmen“, bekräftigte Pastor August Hüsing.

Lesen Sie jetzt