Stolperstop will Felgenkiller entschärfen

Pilotprojekt

Mancher Übergang vom Radweg auf die Straße ist ein wahrer „Felgenkiller“, weiß Klaus Philipp, Vorsitzender des ADFC-Kreisverbandes Recklinghausen. „Gerade E-Bike-Fahrern, die mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind, kann die Felge brechen.“ An der Kreuzung Halterner Straße/Am Katenberg, gegenüber dem Berufskolleg, soll das nun nicht mehr passieren. Wenn der „Stolperstop“ funktioniert.

DORSTEN

, 12.05.2017, 15:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stolperstop will Felgenkiller entschärfen

Klaus Philipp (l.) lässt sich von Erfinder Uwe Göddenhenrich die Mini-Rampe "Stolperstop" erklären.

Den „Stolperstop“ hat Uwe Göddenhenrich erfunden. Es handelt sich um eine Mini-Rampe aus Aluminium, die den Übergang über Schlagkanten seichter machen soll. „Und sie soll die Radfahrer führen: Dort, wo die Rampe ist, fährt er entlang“, nennt Uwe Göddenhenrich einen weiteren Vorteil der Rampen, die er zunächst als Hilfe für Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer entwickelte. Aus persönlicher Betroffenheit: „2014 hatte ich einen Hüftgelenksbruch und saß vier Monate lang im Rollstuhl“, erzählt er. Ihm fiel auf, dass man mit den vorderen kleinen Rädern des Rollstuhls schlecht über viele Straßenkanten kommt – und erfand den „Stolperstop“.

„Gute Zwischenlösung“

Ob dieser auch für Radfahrer taugt, wird nun zunächst an der einen Kreuzung in Dorsten getestet. Für den ganzen Kreis Recklinghausen ist es der Pilotversuch. Klaus Philipps erster Eindruck ist positiv. „Es gibt sehr viele nicht abgesenkte Radwege. Bis diese neu gemacht werden, könnten diese Rampen eine gute Zwischenlösung sein“, meint der passionierte Radler. Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff findet die Idee „genial“, auch weil eine Rampe mit 24 Euro pro Stück auch für klamme Städte finanzierbar ist.

Ihre Erfahrungen sollen Radler in den nächsten Wochen auf der Facebook-Seite „Stolperstop“ protokollieren.

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