Der Straßenausbau im Gewerbegebiet Lembeck dauert bis zum Frühjahr 2022. Das Archivbild zeigt Asphaltierungsarbeiten auf der Straße „Zur Reithalle" im März. © Guido Bludau (Archiv)
Gewerbegebiet Lembeck

Straßenausbau im Gewerbegebiet Lembeck wird teurer und dauert länger

Der Straßenausbau im Gewerbegebiet Lembeck wird sich noch bis 2022 hinziehen. Nach ersten Schätzungen geht die Verwaltung zudem von Mehrkosten in Höhe von einer Million Euro aus.

Der Straßenausbau im Gewerbegebiet Lembeck wird rund zehn Monate länger dauern als ursprünglich geplant. Die Stadt geht aktuell von einer Fertigstellung im Frühjahr 2022 aus. Der Ausbau habe sich in vielerlei Hinsicht als schwierig herausgestellt, sagte Stadtsprecher Ludger Böhne.

Ein wesentlicher Grund: Das Gewerbegebiet verfügt mit der Straße „Zur Reithalle“ lediglich über eine für den Schwerlastverkehr geeignete Zufahrt. Der Verkehr musste mehrfach umgeleitet werden. Dabei hätten sich immer neue Herausforderungen und Belange von Bürgern ergeben, so Böhne.

Straßen durch umgeleiteten Verkehr beschädigt

Das Gesamtbudget in Höhe von rund 3,3 Mio. Euro wird nach ersten Schätzungen um etwa eine Million Euro überschritten. Die Stadt prüft noch, ob alle von der Baufirma angeführten Mehrkosten auch anzuerkennen sind. Auch Kosten für die Instandsetzung von Straßen, die als Umleitungen genutzt und dadurch beschädigt wurden, sorgen für weitere finanzielle Belastungen.

Die Grünen hatten in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses einige Umleitungsstrecken als „absolut ungeeignet“ für den Schwerlastverkehr bezeichnet, was zu erheblichen Straßenschäden geführt habe.

Betroffen sind besonders der Endelner Weg und die Straße Am Hagen. Die Umleitungen seien „notwendig und alternativlos“ gewesen, so Böhne. Die Straße „Am Hagen“ sei auch vorher schon beschädigt gewesen. Weil man mit weiteren Schäden durch den umgeleiteten Schwerlastverkehr gerechnet habe, sei die Erneuerung der Straßenoberfläche bereits Teil des Gesamtausbaus. Die Kosten dafür seien im Gesamtbudget enthalten.

Der Endelner Weg ist ein einfacher Wirtschaftsweg, bei dem aktuell noch abgestimmt wird, welche Funktion er künftig haben wird. Dabei spielt auch die angedachte Erweiterung des Gewerbegebiets durch eine Verlängerung der Straße „Am Sägewerk“ eine Rolle.

Die Grünen kritisierten auch die Abschaffung der Rechts-vor-Links-Regel zugunsten einer Vorfahrtsregelung auf der Straße „Zur Reithalle“. Das führe zu erhöhten Geschwindigkeiten. Die Straße sei Haupterschließungsstraße für das Gewerbegebiet und man wollte dort einen attraktiven Fahrweg anbieten, sagte Georg-Karl Lann von der städtischen Verkehrsabteilung. Es handele sich um eine Straße aus dem Vorbehaltsnetz, auf denen innerorts Tempo 50 vorgeschrieben sei.

SPD sieht neuen Gefahrenpunkt für Fußgänger

An besonderen Stellen könne die Geschwindigkeit herabgesetzt werden, so Lann weiter. Das habe man an der Einmündung „Am Pastorat“ gemacht, wo Tempo 30 gilt. Die SPD hatte angemerkt, dass dort durch den Wegfall des Fuß- und Radwegs auf der Seite der Reithalle ein neuer Gefahrenpunkt für Fußgänger und Radfahrer entstanden sei, die genau in der Kurve aus der Straße „Am Pastorat“ kommen und die Straßenseite wechseln müssen, um auf den neuen Gehweg zu kommen.

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Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik