Streit um Wasserschaden an der Barkenberger Allee

Gerichtsprozess läuft

Die Häuser an der Barkenberger Allee 80 bis 82 sind wegen Wasserschäden unbewohnbar. Um sie tobt seit 2013 ein Rechtsstreit zwischen der Wohnungsgesellschaft LEG und zwei Bauunternehmen. Die Wasserschäden selbst traten während der Umbauphase der beiden Häuser im Jahr 2010 auf.

WULFEN-BARKENBERG

, 06.05.2016, 15:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Streit um Wasserschaden an der Barkenberger Allee

Um die Haftung für den Wasserschaden in den Häusern Barkenberger Allee 80 bis 82 ist ein Rechtsstreit entbrannt.

Der beim Rückbau und der Sanierung der Häuser aufgetretene Wasserschaden wird zwei auswärtigen Baufirmen angelastet. Das hat ein Gutachter festgestellt, doch eine gütliche Einigung sei nicht möglich gewesen, teilte die Stadtverwaltung Dorsten den Vertretern des Bauausschusses in einer Vorlage aus dem Jahr 2014 mit. "Eine Baufirma soll ein Wasserrohr gekappt haben, das Wasser floss daraufhin ungehindert ins Gebäude und hinterließ Feuchtigkeitsschäden", so zitiert Dr. Jens Nawrath, stellvertretender Pressesprecher am Landgericht Essen, auf Anfrage aus den Gerichtsakten. 

600.000 Euro Schadensersatz gefordert

Der Prozess um Ansprüche der LEG gegenüber den beteiligten Firmen vor dem Landgericht Essen ist mittlerweile mit einem Grundurteil im Jahr 2014 beendet worden. Etwaige Haftungsansprüche lehnen die Unternehmen aber ab. Sie legten deshalb Berufung vor dem Oberlandesgericht Hamm ein. In dieser Instanz muss entschieden werden, ob sie tatsächlich haften müssen.

Über die Schadensersatzhöhe - die LEG als Hauseigentümerin macht 600.000 Euro geltend - werde aber nicht entschieden, wie der Pressesprecher des Oberlandesgerichtes Hamm Christian Nubbemeyer im Gespräch sagte. Der 21. Zivilsenat des OLG Hamm habe lediglich das Grundurteil der Vorinstanz in Essen zu überprüfen. Eine Verhandlung in Hamm sei aber bisher nicht terminiert worden, hieß es aus Hamm.

Häuser sollen abgerissen werden

Wahrscheinlich ist, dass die Häuser abgerissen werden. Diese Möglichkeit hatte die LEG gegenüber der Stadt angedeutet und einen Neubau in Aussicht gestellt. Wann das sein wird? "Theoretisch ist nicht auszuschließen, dass nach der Berufung in Hamm noch die nächste Instanz, der Bundesgerichtshof, bemüht wird", meinte der Landgerichtssprecher Dr. Jens Nawrath. Das kann dauern.

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