Sven Volmering (CDU) nicht mehr im Bundestag

Listenplatz reichte nicht

Die Interessen von Dorsten werden im kommenden Bundestag nur noch von Michael Gerdes (SPD) vertreten - und das in der Opposition. Sven Volmering (CDU) hat es trotz NRW-Listenplatz 22 nicht mehr nach Berlin geschafft. Zum Abschied fand er bewegende Worte.

Dorsten

, 25.09.2017, 09:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sven Volmering (CDU) nicht mehr im Bundestag

Sven Volmering wird dem neuen Bundestag nicht mehr angehören.

"Für mich endet eine anstrengende und spannende Zeit", schrieb Volmering am Dienstagmorgen auf seiner Facebook-Seite. "Ich werde dem neuen Deutschen Bundestag nicht mehr angehören. Mein Glückwunsch geht an Michael Gerdes, der den Wahlkreis gestern mit 36,77 zu 33,57 % gewonnen hat. Ich danke allen, die mich wirklich fantastisch im Wahlkampf unterstützt haben."

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Volmering hatte zum dritten Mal für den Bundestag kandidiert. 2009 war er gescheitert, 2013 über die CDU-Liste nach Berlin gekommen. "Wir haben es geschafft, dreimal in Folge Dorsten zu gewinnen und haben ordentliche Ergebnisse in Gladbeck und Bottrop erzielt. Wer hätte je gedacht, dass wir in einem Wahlkreis, der 2005 noch 25 Prozent Vorsprung der SPD hatte, bis auf 3,2 Prozent rankommen?", bilanzierte er.

Der Christdemokrat hatte am Wahlabend nach eigenem Bekunden ein Wechselbad der Gefühle erlebt. "Ich habe zweimal Gratulationen bekommen. Einmal dachten alle, ich hätte den Wahlkreis direkt gewonnen, aber man hatte die Bottroper Ergebnisse vergessen. Beim zweiten Mal waren die Mathe-Kenntnisse in der CDU-Landesgeschäftsstelle wohl nicht so gut."

"Das Bundestagsmandat war mir eine Ehre"

Volmering dankte seinem Büro in Berlin und den Mitarbeitern in den Wahlkreisbüros, die "alle phantastische Menschen sind und tolle Arbeit leisten. Für sie bedeutet der gestrige Tag einen gravierenden Einschnitt." Das Bundestagsmandat sei ihm eine Ehre gewesen. "Wie und ob es politisch weitergeht, kann ich im Moment nicht sagen."

Der zweifache Familienvater wird schon in Kürze in seinen Beruf als Lehrer an einem Gymnasium in Bocholt zurückkehren. Die Weichen hatte er schon vor Monaten gestellt - sicherheitshalber.

 

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