Thema Verkehr bleibt ein Dauerbrenner

06.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schermbeck Klaus Schetter Christian Hötting Die einzelnen Punkte ihres Wahlprogramms von 2004 hat die CDU nach eigener Einschätzung «gut abgearbeitet» - davon zeigten sich Fraktionschef (Foto oben) und Parteichef (Foto unten) in einem Pressegespräch nach der ersten Hälfte der Legislaturperiode überzeugt. Doch ein Thema nagt noch immer: Der verlorene Kampf um das Verkehrskonzept.

«Wir werden das Thema aber weiterverfolgen», erklärten die beiden Schermbecker Politiker. Die nächste Gelegenheit ist der vom Rat verabschiedete Gemeindeentwicklungsplan, in dem die Verkehrssituation Eingang finden wird - wie auch ein möglicher neuer Standort für den Waldsportplatz. Denn schon jetzt beschweren sich Anlieger über das Park- und Verkehrschaos, das die Besucher der Heimspiele des SV Schermbeck verursachen. «Da muss sich etwas tun», so Klaus Schetter, natürlich um die finanzielle Situation Schermbecks wissend. An der Lohstege oder am Dicken Stein könnte ein solches Stadion entstehen.

Ansonsten verweisen Schetter und Hötting auf eine Erfolgsbilanz nach gut zweieinhalb Jahren CDU-Mehrheit. Dazu gehören das neue Bürgerbüro, die Erweiterung des Gewerbegebiets, die Unterstützung heimischer Firmen durch unbürokratische Wirtschaftsförderung. Wichtig ist der CDU auch die «behutsame» Ausweisung von neuen Baugebieten, insbesondere der Förderung des betreuten Wohnens für Senioren.

Für die zukünftige Arbeit hat sich die CDU Schermbeck neben dem Abbau von Schulden (500.000 Euro sind dabei in diesem Jahr vorgesehen) vor allem die Senkung der Müllgebühren vorgenommen. Der Vertrag mit dem derzeitigen Entsorgungsunternehmen soll gekündigt werden, «es gibt günstigere Angebote auf dem Markt». Noch in diesem Jahr muss dafür grünes Licht gegeben werden, damit ab 2009 die neue Firma die Tonnen leeren kann.

Zudem brennt die Kreisumlage den Christdemokraten unter den Nägeln. «Nach dem Verkauf der VEW-Aktien legt der Kreis Geld an, die Kommunen hingegen müssen Schulden aufnehmen. Das ist völlig unverständlich.» MK

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