Themse wurde zum Ganges

Dorsten «Das Wetter war nicht optimal, aber nicht so schlecht wie hier!» Ausgerechnet in der Heimat des «englischen Regens» blieben 35 Dorstener eine Woche lang vom heimischen «Sommer-Klima» verschont.

10.07.2007, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vom 23. Juni bis zum 1. Juli besuchte die Gruppe des Freundeskreises Crawley die britische Partnerstadt. Und wurde dort von den Gastgeber-Familien und der Stadtspitze ebenso herzlich wie nach allen Regeln des Zeremoniells empfangen: «Bürgermeisterin Sally Blake hat uns fürstlich bewirtet, sogar mit Champagner», will Brigitte Poloszyk Lambert Lütkenhorst bitten, sich bei Besuchen aus England künftig ein Beispiel zu nehmen.

Nicht nur wegen Speis und Trank war die Crawley-Fahrt erneut ein Genuss. «Wir können dort noch ewig hinfahren, ohne dass uns die lohnenden Ausflugsziele ausgehen», ist Vorsitzende Marita Kipinski immer noch von den Tagestouren begeistert. Abstecher führten diesmal beispielsweise nach Portsmouth, wo unter anderem Lord Nelsons originalgetreue Schiffskabine besichtigt wurde.

Auch die Bootsfahrt zu einem ganz speziellen Trödelmarkt in London hat die Teilnehmer beeindruckt. Ebenso das Dorf Bramber oder die große Kathedrale eines privaten Internats, das noch anderweitig staunen ließ - die Unterbringung eines Sprößlings kostet dort die Eltern pro Jahr schlappe 23 000 englische Pfund!

Im Sikh-Tempel

Besonderer Schwerpunkt jedoch war in diesem Jahr der indische Akzent der Großbritannien-Reise. Im Programm war der Besuch des größten Sikh-Tempels außerhalb Indiens enthalten, verbunden mit einem gemeinsamen Mahl mit indischen Speisen und indischem Tee.

Später schlüpften die Dorstener selbst beim «Bollywood-Abend» in Gewänder, wie sie zwischen Bombay, New Delhi und in den Einwanderer-Vierteln Englands getragen werden. Die Stimmung war dabei so gut, dass sich auch die Deutschen zu Klängen indischer Musik auf die Tanzfläche wagten.

Ein wenig getrübt wurde die Laune lediglich kurzzeitig durch die beiden versuchten Autobomben-Attentate: «Einen Tag zuvor waren wir noch in genau dieser Gegend Londons.» kdk

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