Tierkorridor über die A31 offiziell eingeweiht

Grünbrücke

Freier Lauf für Wildtiere über die A31: Am Mittwoch wurde die Grünbrücke über die Autobahn bei Schermbeck freigegeben. Der Tierkorridor zwischen den Niederlanden, dem Dämmerwald und der Hohen Mark steht bis ins Sauerland offen. Der einstige Wildwechselpfad von Hirsch und Reh ist jetzt nicht mehr unterbrochen.

SCHERMBECK

12.09.2012, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Grünbrücke über die A31 aus der Vogelperspektive.

Die Grünbrücke über die A31 aus der Vogelperspektive.

Neben der Autobahn 31 durchschneidet auch die Bundesstraße 224 das 1.700 Hektar große Waldgebiet Üfter Mark. Während die beidseitig gezäunte A-31 eher eine unüberwindliche Hürde für Hirsch und Dachs darstellte, um in andere Reviere zu wandern, wurden auf der B-224 durch Wildwechsel zahlreiche Unfälle verursacht, die für Tiere oft tödlich endeten und für Menschen lebensgefährlich sein konnten. Ein neuer, 4,5 Kilometer langer Verkehrsschutzzaun hält Wildtiere nun davon ab, die Bundesstraße 224 kreuz und quer zu passieren. Radfahrer und Spaziergänger können durch speziell eingebaute Waldtore die Üfter Mark betreten oder verlassen.

Zwischen dem Rhader weg und dem Forsthausweg ist der Zaun auf einer Länge von 400 Metern unterbrochen. Dort können die Tiere die Straße sicher überqueren. Auf beiden Fahrbahnseiten sind Bewegungs- und Infrarotdetektoren installiert, die Autofahrer auf nahende Wildtiere aufmerksam machen. Diese Erfassungsgeräte reagieren auf Bewegung und Wärme und lösen ein Warnsignal mit Geschwindigkeitsbegrenzung aus. Diese Verkehrssicherungsmaßnahme ist notwendig, da an der knapp fünf Kilometer langen Strecke der B-224 bis dato jährlich etwa 28 Wildunfälle passierten. Mit Öffnung der Grünbrücke und Wanderung der Tiere war damit zu rechnen, dass die Zahl der Wildkollisionen noch erheblich gestiegen wäre. Auch diese Verkehrssicherungsmaßnahme hat Straßen.NRW im Rahmen des Konjunkturprogramms II realisiert.

Lesen Sie jetzt