Die Klimademo in Dorsten hatte wenige Teilnehmer. © Grafik: Martin Klose
Klare Kante

Traurige Bilanz: Klimademo ohne Schüler

Fridays for Future macht trotz Corona weiter. In Dorsten fehlen leider die Schüler, die im vergangenen Jahr noch die Demos bestimmten.

Wir erinnern uns alle noch an den vergangenen Sommer, als zuerst Schüler und später auch die Omis für Future für eine klimagerechtere Politik auf die Straße gegangen sind. Fridays for Future war in aller Munde. Aber dann kam Corona: Die Klimakrise wurde von der Coronakrise abgelöst.

In Dorsten demonstrierten am vergangenen Freitag nur rund zwei Dutzend Menschen für das Klima – eine traurige Bilanz. Schüler aus Dorsten? Fehlanzeige. Ist Fridays for Future out? Ist der vor einem Jahr noch als politisch bezeichneten Generation die Lust vergangen? Fest steht: Sie haben am Freitag in Dorsten gefehlt.

Klimaschutz ist kein Sprint

Für seine Überzeugungen einzustehen, ist ein Marathon und kein Sprint. Ebenso wenig wie der Kampf gegen Corona es ist. Beide Krisen gegeneinander auszuspielen, wäre fatal. Ein Demo-Teilnehmer vermutete, dass die Schüler momentan eher Corona im Kopf hätten und das Thema „Klimaschutz“ an Relevanz verloren habe.

War es am Ende wirklich nur ein kurzlebiger Trend unter Dorstener Schülern? Oder ist es tatsächlich so, dass die Kunde von der Demo gar nicht bis zu allen durchgedrungen ist?

Fridays for Future sollte nicht als eine kurzlebige Initiative im Gedächtnis bleiben, sondern echte Veränderung bewirken. Um das zu erreichen, müssen sich Klimaschützer, ob Alt oder Jung, weiter engagieren.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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