Trotz Corona: 160 Aussteller werden zur Fine Arts erwartet

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Die Aufbauarbeiten am Schloss Lembeck sind im vollen Gange. Die Fine Arts sind die erste große Veranstaltung, die seit Corona wieder stattfinden kann. Das sind die Änderungen.

Dorsten

, 28.08.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Ambiente auf dem 40.000 Quadratmeter großen Gelände von Schloss Lembeck ist perfekt für einen Kunstmarkt wie die Fine Arts. Für viele der 160 Aussteller ist es der erste Markt überhaupt seit Corona.

Erstes großes Event seit Corona

Im Januar konnte Barbara Hänsel das letzte Mal in Dresden ihre Kunst ausstellen. Sie modelliert Figuren – Dick Madame – aus Holzpaste. Jede der Plastiken ist ein Einzelstück und wird in tagelanger Handarbeit hergestellt und bemalt.

Die Diva von Barbara Hänsel ist ein Unikat.

Die Diva von Barbara Hänsel ist ein Unikat. © Lydia Heuser

Am Freitagmorgen ist Barbara Hänsel von Rheine angereist, um ihren Stand aufzubauen. Anders als in den Vorjahren werden die Stände nun mit 1,50 Meter Abstand zum Wegrand aufgestellt. Trockenen Fußes könnten die Gäste nun nicht mehr zu den Pavillons, erklärt Veranstalterin Anke Peters, aber wegen des Hygienekonzepts sei es nötig. „Die Wege sind so noch breiter.“

Vor zwei Monaten haben sie und ihr Team von OpenMind begonnen, ein Hygienekonzept für die Fine Arts zu erarbeiten. „Das bedeutet, die Corona-Schutzverordnungen durchzuarbeiten. Da hilft ihnen niemand bei“, sagt Anke Peters. Der Vorschlag wurde vor sechs Wochen genehmigt. Die Fine Arts sind das erste große Event, das OpenMind seit Corona wieder durchführt. Und das Schöne: Den anberaumten Termin mussten sie dafür noch nicht einmal verschieben. Wie angekündigt können Gäste am 29. und 30. August (Samstag und Sonntag) über das Schlossgelände flanieren – übrigens im Einbahnstraßensystem – und Kunst und Essen genießen.

Auf der rechten Seite des Schlosses stehen die Künstler Norbert Wilting und Gregor Doc Davids mit ihren Kunstwerken. „Norbert ist der Herr der Ringe“, meint der Mülheimer Gregor Doc Davids scherzhaft. Norbert Wilting hat Bronze-Skulpturen mitgebracht. Daneben stehen die Glasreliefs seines Künstlerkollegen. „Durch unsere Objekte wird der Platz geadelt“, meint Wilting und spielt damit auf das Anwesen der Familie von Merveldt an.

Keine Großveranstaltung

Der Markt öffnet am Samstag um 10 Uhr. Besucher können online Karten im Vorverkauf für 8 Euro buchen. An der Tageskasse kosten Tickets 10 Euro, Kinder zahlen 2 Euro. 1000 Karten sind bereits verkauft. Ein zeitliches Tageslimit (10 bis 18 Uhr hat der Markt geöffnet) gibt es für die Karten nicht.

Das Schnutentuch erinnert an die Maskenpflicht.

Das Schnutentuch-Plakat erinnert an die Maskenpflicht. © Lydia Heuser

Wegen der Hygienvorschriften sind im Innenhof des Schlosses zwei Kassenhäuschen aufgebaut. Auf dem Gelände gilt Maskenpflicht. Schilder mit dem Hinweis auf das „Schnutentuch“ erinnern an die Vorsichtsmaßnahme. Wo der Sicherheitsabstand eingehalten werden könne, dürfe man die Maske auch mal abnehmen, so Anke Peters. Um die Einhaltung zu kontrollieren, haben die Veranstalter zusätzliches Personal engagiert. Übrigens. Die Fine Arts sind keine Großveranstaltung und können wie geplant stattfinden.

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