Tumorpatienten profitieren von modernster Technik

DORSTEN Schnell, schonend, zielgenau: Das sind die besonderen Eigenschaften des hochmodernen Linerabeschleunigers, die Tumorpatienten eine deutliche Verbesserung ihrer Strahlentherapie versprechen. Seit Montag werden Patienten im St. Elisabeth-Krankenhaus auf diese Weise behandelt.

von Von Anke Klapsing-Reich

, 03.03.2010, 17:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Herzstück der neuen Strahlentherapie-Praxis ist  der hochmoderne Linearbeschleuniger, den Praxisinhaber Dr. György Lövey (l.) mit seinem Mitarbeiter Dr. Andreas Göhlert dem Krankenhausgeschäftsführer Andreas Hauke (r.) vorführt.

Herzstück der neuen Strahlentherapie-Praxis ist der hochmoderne Linearbeschleuniger, den Praxisinhaber Dr. György Lövey (l.) mit seinem Mitarbeiter Dr. Andreas Göhlert dem Krankenhausgeschäftsführer Andreas Hauke (r.) vorführt.

Der Strahlenbunker ist das Herzstück der neuen Strahlentherapie-Praxis im Gesundheitszentrum am St. Elisabeth-Krankenhaus. "Die ersten Patienten wurden am Eröffnungstag bereits behandelt", berichtet Praxisinhaber Dr. György Lövey, der am Mittwoch mit seinem Mitarbeiter Dr. Andreas Göhlert dem Krankenhaus-Geschäftsführer Andreas Hauke die technischen Fortschritte erläuterte: "Erstens verfügt das Gerät über ein Cone-Beam CT, das bei jeder Bestrahlungssitzung eine rasche, computergestützte Positionierung des Patienten im Millimeterbereich ermöglicht. Und zweitens wurde mit der VMAT-Technologie der Firma Elektra eine der schnellsten IMRT-Anwendungen installiert." Das bedeutet, dass nicht nur die Erzeugung komplizierter Dosisverteilungen an nahezu jeder Stelle des menschlichen Körpers möglich ist, sondern auch, dass die Liegezeit am Bestrahlungsgerät drastisch gekürzt werden kann, von bis zu 30 auf nur noch fünf bis zehn Minuten - ein Riesenvorteil für schwerkranke Patienten.

"Im Ergebnis wird eine weitere Minimierung der Risiken und Nebenwirkungen eintreten", konstatiert Dr. Lövey. Gleichzeitig könne im Einzelfall die Wirksamkeit der Behandlung durch Erhöhung der Bestrahlungsdosis weiter verbessert werden. Insbesondere bei Prostatakarzinomen und Tumoren im Hals-Nasen-Ohren- und Beckenbereich habe sich diese Strahlentherapie als sehr erfolgreich erwiesen.

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