Dorstener brachten Barbara Schöneberger und Günther Jauch ins Rotieren

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Diesen Auftritt in ihrer RTL-Erfolgsshow hätten sich Barbara Schöneberger und Günther Jauch einfacher vorgestellt. Doch dank einer Dorstener Firma gerieten die TV-Stars heftig ins Rotieren.

Dorsten

, 29.04.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Start in die zweite Ausgabe der RTL-Show „Denn sie wissen nicht, was passiert“ haben sich die TV-Stars Barbara Schöneberger und Günther Jauch sicher etwas harmloser vorgestellt: Sofort im ersten Spiel stand die Welt für die Promis erstmal Kopf. „Mir ist schlecht, Leute!“, rang Günther Jauch anschließend schwer nach Luft.

Action-Gerät

Peter Koczy und sein Sohn Nils waren am Samstag (25. April) bei der Ausstrahlung dieser Sendung sicher diejenigen Zuschauer, die am meisten vor dem Fernseher mitgefiebert haben. Denn die beiden Event-Dienstleister aus Dorsten durften für das Eröffnungsspiel der verrückten RTL-Erfolgsshow das Action-Gerät „Devils Wheel“ (auf Deutsch: Teufelsrad) beisteuern, das die beiden Teams Schöneberger/Jauch und Mark Keller/Hans Sigl so sehr ins Rotieren brachte.

„Das war wenigstens ein schönes Erlebnis in einer für uns zurzeit harten Zeit“, betont Peter Koczy. Denn die in der Lortzingstraße in der Feldmark ansässige Firma „Koczy Events“ ist spezialisiert darauf, Zelte, Hüpfburgen, Veranstaltungsmobiliar und Action-Geräte an Organisatoren ganz unterschiedlicher Feste zu verleihen. Doch durch die Corona-Krise mit ihrem Veranstaltungsverbot ist das Familien-Unternehmen schwer gebeutelt.

Alle Aufträge abgesagt

„Bis zum September sind alle Aufträge abgesagt worden, das Geschäft ist von 100 auf 0 Prozent abgestürzt“, sagt der Firmenchef. Allein in den nächsten Tagen hätte er normalerweise einen Caravan-Treff und ein Stadtfest im Ruhrgebiet mit Veranstaltungsmodulen ausgestattet. „Findet beides nicht statt.“

Peter Koczy und sein Sohn Nils.

Peter Koczy und sein Sohn Nils. © Privat

Gut für die Koczys, dass die Produktionsfirma von Günter Jauch an ihrem Auftrag festgehalten hat. Die Produktionsfirma hatte bei Internet-Recherchen entdeckt, dass die Dorstener Event-Dienstleister Fun-Geräte im Portfolio haben.

„Das haben wir von einer Insolvenzfirma aufgekauft“, sagt der Firmenchef. Dorstener Festbesucher kennen es von Veranstaltungen der Mr.-Trucker-Kinderhilfe.

Im August waren erstmalig drei Mitarbeiter aus Köln vor Ort, um sich in Dorsten vor Ort das „Teufelsrad“ anzusehen. „Anfang April kam der Anruf aus Köln, dass die Sendung in drei Wochen laufen solle.“

Mit Plexiglas ausgestattet

Zwei Tage vor der Sendung setzte sich der Veranstaltungskaufmann Nils Koczy (27) ins Auto. Als er das „Devils Wheels“ im Produktionsstudio abgeliefert hatte, musste er es zunächst noch umbauen. „In die Mitte wurde eine Plexiglasscheibe gesetzt, als Spuckschutz“, so Vater Peter Koczy.

Bis zum Überschlag

„Die Teilnehmer schaukeln in der Gondel bis zum Überschlag und erleben so ein 360-Grad-Schleudersitz-Feeling“, erklärt der Dorstener das Prinzip des Gerätes. Und somit passt das Gerät perfekt in den teils chaotischen und ungeregelten Ablauf der Show.

Barbara Schöneberger, Günther Jauch und Thomas Gottschalk bilden den festen Stamm des TV-Formats, das auch in der dritten Staffel dem Unterhaltungs-Trio viel Spontaneität abverlangt. In unterschiedliche Teams duellieren sie sich in verschiedenen Spielen.

Blasser und blasser

Am vergangenen Samstag machten Barbara Schöneberger und Günther Jauch also einen Überschlag nach dem anderen und mussten dabei auch noch Begriffe wie Eiersalat erklären und erraten. Günther Jauch wurde dabei mit jeder Drehung der Geräte-Leihgabe aus Dorsten übler und übler, sein Gesicht blasser und blasser.

Peter Koczy hatte natürlich etwas Mitleid mit ihm, es überwog aber die Freude. „Unser Teufelsrad durfte nämlich bis zum Ende der Sendung stehen bleiben, weil es so schöne Lichteffekte gemacht hat.“

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